DMSO – Die heilende Flüssigkeit

 

Das neue umfassende Grund­la­gen­werk zu DMSO von Dr. rer. nat. Hart­mut P. A. Fis­ch­er. DMSO ist ein Naturstoff, der aus Baumholz gewon­nen wird und ther­a­peutisch vielfältig einge­set­zt wer­den kann. Die Gesamtheil­wirkung des DMSO ist einzi­gar­tig und darf zu Recht als über­ge­ord­netes Ther­a­pieprinzip ver­standen wer­den.

 

 

Medi­zinis­che und phar­mazeutis­che Forschun­gen lassen immer wieder erken­nen, dass DMSO die größte Anzahl und Band­bre­ite von Wirkun­gen zu bieten hat, die jemals für ein einzelnes Mit­tel nachgewiesen wer­den kon­nten. 

Über einen Zeitraum von wenig­stens sechzig Jahren sind dazu mehr als vierzig­tausend Fachar­tikel erschienen, die der bre­it­en Öffentlichkeit zumeist völ­lig unbekan­nt sind oder sog­ar bewusst zurück­ge­hal­ten wur­den. Jet­zt ste­ht allen Inter­essierten erst­ma­lig ein deutschsprachiges Buch zu dieser Uni­ver­salarznei und ihrer prak­tis­chen Anwen­dung zur Ver­fü­gung. Dr. Hart­mut Fis­ch­er, Natur­wis­senschaftler und Heil­prak­tik­er hat diese faszinierende Flüs­sigkeit erforscht und wen­det sie pri­vat und in sein­er Prax­is erfol­gre­ich an. 

Sein ganzes Wis­sen dazu befind­et sich nun in diesem Buch. 

7.Auflage 
Ca. 300 Seit­en mit 44 Abbil­dun­gen; 
24,- ISBN 978–3-9815255–1-9
Portofrei (inner­halb Deutsch­lands)

Gedruckt mit BIO Far­ben

DMSO erlebt derzeit ein Come­back als frei zugänglich­es Ther­a­peu­tikum, nach­dem es viele Jahre von Fach­leuten und Alter­na­tivmedi­zin­ern gehütet wurde. Inzwis­chen ist es bekan­nt gewor­den als schnell wirk­sames und dabei exzel­lent verträglich­es Mit­tel für die Behand­lung von akut-entzündlichen und trau­ma­tis­chen Erkrankun­gen. Es wirkt entzün­dung­shem­mend, lin­dert schnell Schmerzen, sorgt für eine rasche Resorp­tion von Schwellun­gen oder Ein­blu­tun­gen und unter­stützt die Wund­heilung. Deshalb wird es zum Beispiel gerne bei Sportver­let­zun­gen, Schul­ter-Arm-Syn­dromen, rheuma­tis­chen und degen­er­a­tiv­en Gelenkerkrankun­gen (auch Band­scheiben­verän­derun­gen) oder Neu­ral­gien einge­set­zt. 

Doch DMSO kann noch viel mehr und das haben nicht nur Schön­heitschirur­gen, Unfall-, Sport- oder Tier­medi­zin­er ent­deckt, son­dern auch unzäh­lige Men­schen, die für ihre chro­nis­chen Lei­den nach alter­na­tiv­en Heilungswe­gen suchen. Es han­delt sich also bei DMSO um einen äußerst viel­seit­i­gen Baustein für die ther­a­peutis­che Eigen­ständigkeit und ein großes Stück medi­zinis­che Unab­hängigkeit von neben­wirkungsre­ichen Stan­dard­medika­menten. Für viele der Suchen­den blieben aber der sichere Umgang mit dieser Flüs­sigkeit und die möglichen Ein­satzge­bi­ete bish­er unklar. Kurz gesagt, es fehlte ein konkretes Nach­schlagew­erk für den prak­tis­chen Ein­satz von DMSO. Mit diesem Buch wird deshalb nun ein haupt­säch­lich anwen­dung­sori­en­tiertes Stan­dard­w­erk sowohl für alle Selb­st­be­han­dler als auch für Ärzte, Heil­prak­tik­er und andere Ther­a­peuten gle­icher­maßen vorgelegt. Deshalb soll das vor­liegende Werk vor allem den prak­tis­chen Ein­satz und das sichere “Hantieren” mit DMSO ver­mit­teln. Darüber hin­aus kön­nen Sie dieses Stück Lit­er­atur dur­chaus auch als unter­halt­sames “Lese­buch” nutzen, weil viele Abschnitte den reinen “DMSO-Hor­i­zont” über­schre­it­en und Ihnen ganz neben­bei jede Menge Infor­ma­tives liefern. 

INHALT

Vor­wort 
Ein­leitung 
1. Natur­wis­senschaftliche Aspek­te 
1.1 Was ist DMSO
1.2 Eigen­schaften 
1.2.1 Physikalis­che Eigen­schaften 
1.2.2 Chemis­che Eigen­schaften 
1.2.3 Phar­makol­o­gis­che Eigen­schaften
1.2.4 Arzneimit­tel­sicher­heit 
2. Ther­a­peutis­che Anwen­dung 
2.1 All­ge­meine Anwen­dung­sh­in­weise 
2.2 Äußer­liche Anwen­dung 
2.3 Orale Anwen­dung 
2.4 Anwen­dun­gen per Injek­tion 
2.5 Anwen­dun­gen von DMSO in Kom­bi­na­tion mit anderen Wirk­stof­fen
2.5.1 DMSO und MMS/CDL oder Wasser­stoff­per­ox­id 
2.5.2 DMSO und Pro­cain 
2.5.3 DMSO und Häma­toxylin 
2.5.4 DMSO und andere (Krebs-)Arzneien 
2.5.5 DMSO und Ascorbin­säure 
3. Ein­satzge­bi­ete und Fall­beispiele 
4. DMSO-Anwen­dung bei Tieren 
5. Bezugsquellen 
6. Dosierungsüber­sicht
Nach­wort 
Lit­er­aturverze­ich­nis
Stich­wortreg­is­ter

Eine einfache, kostengünstige und natürliche Flüssigkeit, die rasche Regeneration und Regulation bewirkt, sie gehört in jede Hausapotheke.

Es liegt wieder im Trend, bei akuten und chro­nis­chen Symp­tomen sowie zum Erhalt und zur Wieder­erlan­gung von Schön­heit und Wohlbefind­en, Natur­sub­stanzen eigen­ver­ant­wortlich und eigen­ständig anzuwen­den – ganz so, wie das unsere Urgroßmüt­ter und -väter auch getan haben. Aus lange bekan­nten Mit­teln wie Mag­ne­sium­salzen, Kohle, Borax, Selen, Milch­säure, Natron und anderen Basen­salzen, Fur­fur­al, Sil­ber, Zinksalz, Wasser­stoff­per­ox­id, Meer­wass­er, Schwe­fel, Eigenurin, Lugol‘sche Lösung, Schleimzuck­er, Petro­le­um, Heil­erde und anderen Stof­fen entste­ht ein wun­der­voller und indi­vidu­eller Gesund­heitswerkzeugkas­ten. Da hinein gehören eben­so wichtige Pflanzen wie Bei­fuß, Mariendis­tel, Weiß­dorn, Karde sowie andere Natur­ma­te­ri­alien wie Propo­lis und Weihrauch.

Dimethyl­sul­fox­id, DMSO, stellt in diesem Gesund­heitswerkzeugkas­ten das Dachmit­tel dar. Es bietet die bre­iteste Palette an har­monis­chen Wirkun­gen und lässt sich mit allen anderen Naturheilmit­teln mis­chen und sin­nvoll kom­binieren. DMSO verbessert deren Wirk­samkeit beziehungsweise Trans­port im Kör­p­er und ermöglicht syn­er­gis­tis­che Heil­ef­fek­te. Und schließlich ist DMSO das beste Lösemit­tel für Auszüge von Pflanzen- und Natur­ma­te­ri­alien, denn es nimmt sowohl wass­er- als auch fet­tlös­liche Inhaltsstoffe auf! Einzi­gar­tige Eigen­schaften also, in ein­er einzi­gen sim­plen Flüs­sigkeit vere­int. Das ein­fache Wis­sen um Hand­habung, Möglichkeit­en und Anwen­dung von DMSO ist jedoch längst nicht allen bekan­nt.

Was ist DMSO?

Dimethyl­sul­fox­id, abgekürzt DMSO, ist eine natür­liche Schwe­felverbindung, die früher haupt­säch­lich aus Holzbe­standteilen (Lignin) im Rah­men der Zell­stoff- und Papier­her­stel­lung gewon­nen wurde. DMSO kommt im Regen­wass­er vor, da Meere­s­plank­ton im Rah­men seines Stof­fwech­sels aus vulka­nis­chem Schwe­fel ein organ­is­ches Sul­fid erzeugt, das der belebten Natur über­haupt erst die Bil­dung von bes­timmten essen­tiellen Aminosäuren ermöglicht. Dieses soge­nan­nte Dimethyl­sul­fid, DMS, entste­ht dabei in riesi­gen Men­gen, wovon mehr als 30 Mil­lio­nen Ton­nen pro Jahr an die Erdat­mo­sphäre abgegeben wer­den. Eine Rohstoff­di­en­stleis­tung also, die ozeanis­che Mikroor­gan­is­men für den glob­alen Schwe­felkreis­lauf erbrin­gen. Inzwis­chen gibt es, da der weltweite Bedarf an DMSO sehr hoch ist, indus­trielle Her­stel­lungsver­fahren, die eine höhere Rein­heit des Dimethyl­sul­fox­ids liefern. Phar­mazeutisch zer­ti­fiziertes DMSO mit der Beze­ich­nung DMSO Ph. Eur. (Europäis­ches Arzneibuch) ist dadurch inzwis­chen freiverkäu­flich und preis­gün­stig in vie­len Inter­net­shops erhältlich.

DMSO wird nach Ein­nahme oder Anwen­dung im Kör­p­er zum größten Teil in eine weit­ere organ­is­che Schwe­felverbindung umge­wan­delt, die auch als MSM bekan­nt ist. Nur ein sehr klein­er Teil des aufgenomme­nen DMSO, cir­ca 1 Prozent, wird in das ursprüngliche Dimethyl­sul­fid zurück ver­wan­delt, welch­es, wie andere natür­liche Sul­fide auch, einen für Men­schen ungewöhn­lichen Geruch hat. Wir schei­den es über die Atem­luft aus. Da die mit­tlere Ver­weilzeit von DMSO im Kör­p­er etwa 1,5 Tage beträgt, ver­schwindet der Geruch nach zwei Tagen wieder. Diese Vorgänge ken­nen wir auch vom Knoblauch. Der Geruch beim DMSO wird sehr unter­schiedlich beschrieben, jedoch meist als austernar­tig beze­ich­net.

Ent­deck­ung der Wirkun­gen von DMSO

DMSO als Sub­stanz wurde bere­its 1866 von einem rus­sis­chen Chemik­er ent­deckt. Da es sich bei Raumtem­per­atur um eine Flüs­sigkeit han­delt und diese erstaunlicher­weise sowohl Salze als auch fet­tlös­liche Stoffe aufn­immt, wird es als Lösemit­tel in Lab­o­ra­to­rien sehr geschätzt. Anfang der 1960er Jahre unter­suchte ein US-amerikanis­ch­er Forsch­er die Über­leben­srate von Trans­plan­ta­tion­s­gewebe in ver­schiede­nen Auf­be­wahrungs­flüs­sigkeit­en. Er stellte ver­wun­dert fest, dass Mis­chun­gen, die DMSO enthal­ten, offen­bar die Zellen sta­bil­isieren und regener­ieren. Ein Jung­brun­nen im Reagen­z­glas war gefun­den und ein ergiebiges Forschungs­feld eröffnet. In tausenden medi­zinisch-wis­senschaftlichen Veröf­fentlichun­gen wer­den seit dieser Zeit die vielfälti­gen Wirkun­gen von DMSO als Heilmit­tel beschrieben.

Wichtige Heil­wirkun­gen von DMSO

  • Löschung von Entzün­dun­gen, Radikalfänger
  • Gewe­bere­gen­er­a­tion, Verbesserung Wund­heilung, Glät­tung von Nar­ben
  • Zellschutz, Erhöhung der Sauer­stoff­sät­ti­gung
  • Sta­bil­isierung des veg­e­ta­tiv­en Ner­ven­sys­tems
  • Schmer­zlin­derung, Muske­lentspan­nung
  • Gefäßer­weiterung, Opti­mierung der Fließeigen­schaft des Blutes
  • Beschle­u­ni­gung Trans­portvorgänge

DMSO als Kanalöffn­er

Bemerkenswert ist, dass DMSO sehr rasch in alle Bere­iche des Kör­pers flutet und biol­o­gis­che Mem­bra­nen müh­e­los über­windet. Man erre­icht damit also auch Verteilungsräume, die son­st schwierig zugänglich sind, wie etwa Gelenkkapseln, Knochen­mark, Fettgewebe. Im Falle von Entzün­dun­gen, Ablagerun­gen oder Ver­sorgungsstörun­gen in diesen Bere­ichen ist das ein außeror­dentlich wichtiger Wirkungsaspekt für den Anstoß von Heilung­sprozessen. Ganzheitlich aus­ge­drückt wird DMSO deshalb gerne als Kanalöffn­er beze­ich­net, weil es dabei eben­falls anderen Stof­fen ermöglicht bess­er „rein oder raus“ zu kom­men.

DMSO & Co. – ein natür­lich­er Gesund­heitswerkzeugkas­ten

Wen­ngle­ich uns die vielfältig reg­ulieren­den und regener­ieren­den Eigen­schaften des DMSO schon außergewöhn­lich vorkom­men, so wird es noch ein­mal inter­es­san­ter, wenn man andere Wirk­stoffe in Kom­bi­na­tion zu DMSO ver­wen­det. Da es sich bei DMSO um einen Kanalöffn­er han­delt, kön­nen andere Sub­stanzen bess­er ankom­men. Gle­ichzeit­ig kön­nen Tox­ine und Stof­fwech­sel­pro­duk­te das Gewebe bess­er ver­lassen. Grund­sät­zlich lassen sich alle Mit­tel und auch Ther­a­piev­er­fahren mit DMSO kom­binieren, um diese zu opti­mieren.

Dazu gehören: Salze wie zum Beispiel Mag­ne­sium­chlo­rid, Aminosäuren, Vit­a­mine, Milch­säure, Jod (Lugolsche Lösung), Wasser­stoff­per­ox­id, Schwe­fel, Selen, kol­loidales Sil­ber, Häma­toxylin / Ben­gal­rosa, Galac­tose, Grape­fruitk­ern-Extract, Fur­fur­al, Chelat-Mit­tel, Borax, Alpha-Lipon­säure, … mit DMSO ver­mis­cht anwen­den.

Bei den Ther­a­piev­er­fahren Akupunk­tur, Hyp­nose, Stoßwellen, Ultra­schall, Mag­net­feld, Biores­o­nanz, Osteopathie und anderen wird die Kom­bi­na­tion mit DMSO, meist als vorherige Ein­rei­bung, von vie­len Ther­a­peuten auf­grund der verbesserten Behand­lungsef­fek­tiv­ität geschätzt.

Hand­habung und Anwen­dung der heilen­den Flüs­sigkeit DMSO

DMSO Ph. Eur. kauft man für die äußer­liche und orale Ver­wen­dung üblicher­weise als pure, 99,9-prozentige Ware in Braun­glas­flaschen. Eine Konzen­tra­tionsangabe auf dem Etikett alleine, ohne die Zusatzbeze­ich­nung Ph. Eur. stellt nicht sich­er, ob es sich um geprüftes DMSO han­delt, welch­es unbe­den­klich für gesund­heitliche Zwecke einge­set­zt wer­den kann!

In rein­er Form, also pur und hochkonzen­tri­ert, wird DMSO jedoch nur in Aus­nah­me­fällen ver­wen­det, etwa um Warzen, Aph­t­en, Her­pes­bläschen, Nagelpilz etc. punk­tuell zu betupfen. Bei der Hand­habung von DMSO ist zu beacht­en, dass es auf­grund sein­er guten Lösung­seigen­schaften von der Ober­fläche fast aller Kun­st­stoff­ma­te­ri­alien die beigemis­cht­en indus­triellen Pro­duk­tion­szuschlagstoffe wie UV-Sta­bil­isatoren, Weich­mach­er, Formtren­n­mit­tel etc. aufn­immt. Nur der Kun­st­stoff HDPE ist für Lagerung und Trans­port von DMSO zuge­lassen. Deshalb sollte man zum Abmessen, Mis­chen, Lagern und Anwen­den, wenn immer möglich, Glas-, Met­all-, oder Porzel­lanuten­silien ver­wen­den. Lässt es sich nicht ver­mei­den, zum Beispiel bei der Ver­wen­dung von Sprühköpfen, Spritzen, Pipet­ten, …, so soll­ten diese Kun­st­stoff­ma­te­ri­alien zuerst mit ein­er kleinen Menge reinem DMSO vorge­spült wer­den!

Dazu füllt man beispiel­sweise in die Sprüh­flasche einige Mil­li­liter pures DMSO, set­zt den Sprühkopf auf, schüt­telt die Flasche mehrmals und betätigt den Sprühkopf einige Male. Dann wird diese Erst­fül­lung wieder ver­wor­fen. Ana­log kann man eine frisch aus­gepack­te Ein­mal­spritze mit ein­er Teil­menge DMSO füllen, dann den Stem­pel bis zum Anschlag öff­nen und die Spritze mehrfach schüt­teln, bevor man das verun­reinigte DMSO wieder aus der Spritze drückt. Das Gle­iche gilt für Flaschen, Pipet­ten, etc.. Achtung: Diese Meth­ode ist selb­stver­ständlich auss­chließlich für die Benutzung von Uten­silien für die äußer­liche Anwen­dung oder orale Ein­nahme von DMSO geeignet! Anwen­dun­gen von DMSO für Injek­tio­nen oder Infu­sio­nen wer­den anders vor­bere­it­et! Der typ­is­che „Auswaschef­fekt“ von DMSO auf Kun­st­stof­fober­flächen ist näm­lich nur bei der Ver­wen­dung von hochkonzen­tri­ertem DMSO zu beobacht­en.

Führt man jedoch in Glas­geräten eine Vorverdün­nung auf 20 % Prozent durch, das heißt 1 Teil DMSO plus min­destens 4 Teile gere­inigtes Wass­er, so ver­hält sich diese Mis­chung in Ein­wegspritzen oder Infu­sions­flaschen neu­tral. Deshalb wer­den die ster­ilen DMSO-Mis­chun­gen von der Vik­to­ria Apotheke in Saar­brück­en für Ther­a­peuten in 50 ml Ampullen mit 15-prozentigem DMSO hergestellt. Diese DMSO-Flüs­sigkeit­en, mit ver­schiede­nen Zusätzen wie Mag­ne­sium­chlo­rid, Pro­cain oder RMS, lassen sich also ohne weit­eres mit den üblichen Labor­ein­we­gar­tikeln hand­haben und ver­wen­den.

Verdün­nung mit wäss­riger Lösung

Für die flächige, äußer­liche Anwen­dung wird DMSO eben­falls stets mit wäss­ri­gen Verdün­nungsme­di­en gemis­cht. Bewährt haben sich dazu, je nach Behand­lungsziel, vor allem Wass­er, Mag­ne­sium­chlo­rid-Lösung 5 Prozent, Pro­cain-Lösung 2 Prozent, iso­tonis­ches Meer­wass­er oder Eigenurin. Dabei kom­men in der Regel Konzen­tra­tio­nen zwis­chen cir­ca 75 Prozent und 10 Prozent, bezo­gen auf DMSO, zum Ein­satz.

Hin­weis: Mis­cht man DMSO mit wäss­ri­gen Lösun­gen, so kommt es zu ein­er erstaunlichen, spon­ta­nen Wärmeen­twick­lung – ein in diesem Aus­maß ein­ma­liges physikalis­ches Phänomen. Der Grund dafür ist die Fähigkeit des DMSO, die Wasser­stoff­brück­en­bindun­gen zwis­chen einzel­nen Wasser­molekülen zu lösen, so dass sich die vorher „gespe­icherte“ Bindungsen­ergie als Erwär­mung der Flüs­sigkeit zeigt. Dieser Effekt der Entkop­plung von Wasserteilchen ist maßge­blich für die vielfälti­gen Wirkun­gen von DMSO, wenn es in den Kör­p­er gelangt. Moleku­lare Trans­portkanäle wer­den (wieder) frei geschal­tet, und Wass­er verän­dert seine Ober­flächenspan­nung und Viskosität.

Da die Haut auf DMSO indi­vidu­ell sehr unter­schiedlich mit einem Kribbeln, Juck­en, leichter Rötung bis hin zu einem „Brennnes­sel-Gefühl“ reagiert, passt man die Konzen­tra­tio­nen dieser Mis­chun­gen ein­fach dem eige­nen Haut­typ an. Wenn man spürt, dass eine Mis­chung an ein­er Haut­stelle zu stark wirkt, so wäscht man sie ganz sim­pel mit Wass­er wieder ab und verdün­nt die DMSO-Flüs­sigkeit weit­er, bevor man sie erneut anwen­det. In der Regel verträgt man am Bein­bere­ich höhere Konzen­tra­tio­nen als an Brust und Bauch. Am sen­si­bel­sten reagiert meist die Gesichts-, Hals- und Kopfhaut. Men­schen mit heller/blauer Augen­farbe reagieren oft sen­si­bler als diejeni­gen mit braunen Augen.  

Beispiele für DMSO als Heilmit­tel und Haus­mit­tel

Für die äußer­liche Behand­lung von Arthrose, Arthri­tis, Sehne­nentzün­dun­gen und ähn­lichen Erkrankun­gen an Fuß, Knie, Hüfte, Ell­bo­gen, Hand- und Schul­terge­lenken sowie Wirbel­säule ver­mis­cht man 4 bis 6 Teile DMSO mit 6 bis 4 Teilen Mag­ne­sium­chlo­rid-Lösung. Es han­delt sich also bezo­gen auf DMSO um eine 40-prozentige Mis­chung. Diese trägt man ein­fach mit den Fin­gern, einem Naturhaarpin­sel oder ein­er Sprüh­flasche großzügig am Gelenkbere­ich auf. Danach lässt man es ide­al­er­weise für wenig­stens 30 Minuten, ohne Klei­dung darauf, ein­wirken.

Die Mag­ne­sium­chlo­rid-Lösung, mit der hier­bei das DMSO verdün­nt wird, sollte 3,5 bis 12 Prozent Mag­ne­sium­chlo­rid enthal­ten. Dafür löst man 35 bis 120 Gramm Mag­ne­sium­chlo­rid in einem Liter destilliertem/salzfreien Wass­er auf. Eben­so eignet sich natür­lich Umkehros­mose Wass­er.

Für die Behand­lung von Nar­benver­mis­cht man 6 Teile DMSO mit 4 Teilen Mag­ne­sium­chlo­rid-Lösung oder Eigenurin. Der Nar­ben­bere­ich wird mit dieser Mis­chung großzügig benet­zt und man lässt für min­destens 30 Minuten ein­wirken. Son­der­fall Bauchn­abel: Diese erste Narbe jedes Men­schen kann man unter Aus­nutzung der oben beschriebe­nen, frei­w­er­den­den Mis­chungs-Wärme sehr effek­tiv wie fol­gt behan­deln: In beque­mer Rück­en­lage gibt man zuerst 3 Tropfen Meer­wass­er oder Eigenurin in den Bauchn­abel und danach 3 Tropfen DMSO.

Für ein Gesichtswass­er, zur Hautre­gen­er­a­tion, ver­mis­cht man 1 Teil DMSO mit 9 Teilen iso­tonis­chem Meer­wass­er. Diese Flüs­sigkeit kann man ein­fach nach dem Waschen auf­sprühen oder mit einem Pad aufreiben. Das Gemisch aus DMSO und natür­lichen Min­er­alien strafft die Haut, da es für eine verbesserte Wasser­auf­nahme sorgt und Gewebe sta­bil­isiert. Nach dem Einziehen kann mit reinem Pflanzen­fett oder Aloe gepflegt wer­den. Kon­takt mit uner­wün­scht­en Hil­f­sstof­fen in üblichen Kos­meti­ka sollte man für wenig­stens 2 Stun­den ver­mei­den.

DMSO inner­lichwird gerne bei Rheuma, Migräne, Blase­nentzün­dung, Fibromyal­gie oder auch Vene­nentzün­dun­gen, Arte­riosklerose und neu­rode­gen­er­a­tiv­en Erkrankun­gen einge­set­zt. Für die orale Anwen­dung wer­den cir­ca 1 bis 5 Teelöf­fel DMSO in einem 0,3 Liter Getränk ver­rührt. Als Getränke kom­men Wass­er, Säfte, Smooth­ies oder Tee in Frage. In der Mis­chung mit Wass­er hat DMSO einen bit­teren, zwiebe­lar­ti­gen Geschmack. Beliebt ist auch die Mis­chung mit ein­er hal­ben, gemix­ten Bioz­itrone auf 0,3 Liter mit Wass­er, weil dies erfahrungs­gemäß den alge­nar­ti­gen Geruch mildert, der durch die Ver­stof­fwech­selung von DMSO entste­ht.

Eine weit­ere hil­fre­iche Form der DMSO Anwen­dung stellen Ohren- und Nasen­tropfen dar. Akute oder chro­nis­che (Mittel-)Ohrentzündungen, Sinusi­tis, Tin­ni­tus, Nasen­polypen sind hier­für typ­is­che Indika­tio­nen. Als Ohren-/Nasen­tropfen hat sich eine DMSO-Konzen­tra­tion von 15 Prozent bewährt. Das heißt es wer­den für 100 Mil­li­liter Gesamt­menge, 15 Mil­li­liter DMSO mit 85 Mil­li­liter Verdün­nungs­flüs­sigkeit gemis­cht. Dies kann iso­tonis­ches Meer­wass­er, Eigenurin oder die schon erwäh­nte Mag­ne­sium­chlo­rid-Lösung sein.

Die Kom­bi­na­tion von DMSO mit essen­tiellen Aminosäuren zeigt, auch in früheren Stu­di­en, über­raschend pos­i­tive Wirkung ein­er­seits bei Entwick­lungsstörun­gen, Lern­schwierigkeit­en, Down-Syn­drom und ander­er­seits bei allen neu­rode­gen­er­a­tiv­en Erkrankun­gen. Dazu wer­den diese Aminosäuren, als Pul­ver oder Presslinge bei vie­len Inter­net­shops erhältlich, ein­fach im zeitlichen Zusam­men­hang mit ein­er DMSO Anwen­dung verzehrt. Die DMSO Anwen­dung erfol­gt zuerst, entwed­er äußer­lich auf der Haut oder als verdün­nte Trin­klö­sung, wie beschrieben. Etwa 10 Minuten später wer­den dann die Aminosäuren verzehrt. Viele weit­ere Kom­bi­na­tio­nen mit DMSO und ein großes Anwen­dungskapi­tel nach Erkrankun­gen find­en sich in dem Stan­dard­w­erk „Das DMSO-Hand­buch“.

Ster­iles DMSO als Heilmit­tel für Ther­a­peuten

Für die Behand­lung von Wun­den sowie für DMSO-Anwen­dun­gen in Form von Infu­sio­nen oder Injek­tio­nen gibt es ster­ile Fer­tig­mis­chun­gen in Ampullen bei der Vik­to­ria Apotheke in Saar­brück­en. Diese enthal­ten vorverdün­ntes DMSO zu 7,5 Gramm und wahlweise zusät­zlich Mag­ne­sium­chlo­rid, Pro­cain oder rechts­drehende Milch­säure. Durch die Vorverdün­nung kann der Ampul­len­in­halt ohne weit­eres mit Kun­st­stoff­spritzen und anderem Laborzube­hör gehand­habt wer­den.

Anwen­dungs­felder für Injek­tio­nen sind beispiel­sweise Neu­ralther­a­pie, Nar­ben­be­hand­lung, Zah­n­fleis­chre­gen­er­a­tion, Sehne­nentzün­dun­gen, aber auch direk­te Gelenk­in­jek­tio­nen für die Knor­pel­re­gen­er­a­tion oder den Abbau von Stenosen.

Infu­sio­nen wer­den mit üblichen Kochsalz-Lösun­gen herg­erichtet, in die der Ampul­len­in­halt über­führt wird. DMSO-Infu­sio­nen kön­nen eine steilere Anflu­tung des Wirk­stoffs im Kreis­lauf erzeu­gen als die orale Auf­nahme. Sie wer­den gerne mit Pro­cain, Vit­a­mi­nen, Basen und anderen in der Naturheilkunde bewährten Infu­sion­szusätzen kom­biniert.

DMSO für Kräuter-Auszüge

Als Auszugsmit­tel für Pflanzen/Kräuter oder andere Natur­ma­te­ri­alien sollte man nicht Alko­hol ver­wen­den, son­dern reines DMSO. DMSO hat ein mehr als dop­pelt so hohes Dipol­mo­ment als Alko­hol oder Wass­er. Der Auszug wird also, all­ge­mein gesprochen, wesentlich ganzheitlich­er in Bezug auf die Gesamtheit der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Pflanzen­in­haltsstoffe, wozu fet­tlös­liche genau­so wie wasser­lös­liche zählen.

Ob ein­jähriger Bei­fuß (Artemisia annua), Brennnes­sel, Mariendis­tel­samen, Kar­den­wurzel, Propo­lis oder Weihrauch, alle diese DMSO-Extrak­te sind ein­fach und kostengün­stig her­stell­bar sowie viel­seit­ig in der Anwen­dung.

Zur Her­stel­lung der vie­len möglichen Extrak­te wird das jew­eilige Mate­r­i­al, Pflanzen oder Son­stiges, ein­fach in einem Ein­mach­glas mit DMSO über­schichtet. Für einige Tage ste­hen lassen und dann durch ein weißes Baum­woll­tuch, einen Kaf­feefilter, ein Met­allsieb oder andere geeignete Tren­nver­fahren separi­eren oder ein­fach dekantieren.

Die Artemisia annu­a/DM­SO-Mis­chung beispiel­sweise wird zur Blutreini­gung bei Par­a­siten­be­las­tung eben­so einge­set­zt wie zur Infek­tab­wehr oder äußer­lich auf Warzen und anderen Hautverän­derun­gen.

Ein DMSO-Auszug aus Moosen (zum Beispiel Leber­moos) wirkt fun­gizid und wird deshalb bei Haut- oder Nagelpilzen einge­set­zt. Moose teilen sich ihren Leben­sraum mit Pilzen und benöti­gen deshalb Pilz abwehrende Stoffe. Das gesam­melte Moos lässt man vor dem Ein­le­gen in DMSO einen Tag trock­nen, damit der Wasser­an­teil im End­pro­dukt nicht zu hoch ist.

DMSO/Propo­lis-Auszüge wer­den gerne zur Behand­lung von Her­pes, Pilz­in­fek­tio­nen, Bor­re­liose, Queck­sil­ber­ent­gif­tung des Ner­ven­sys­tems, all­ge­meines Stärkungsmit­tel und natür­liche Ein­schlafhil­fe genutzt.

Mögliche Neben­wirkun­gen der DMSO-Anwen­dung

In den meis­ten Fällen han­delt es sich bei den beschriebe­nen Neben­wirkun­gen von DMSO eigentlich um Wirkun­gen. So wurde beispiel­sweise auf alten Beipackzetteln aus den 1980er Jahren die mögliche Hautrö­tung als Neben­wirkung genan­nt. Diese entste­ht durch die Erweiterung der kle­in­sten Blut­ge­fäße in der Haut und ist also eine erwün­schte Wirkung. Da dieser Effekt jedoch bei unter­schiedlichen Men­schen sehr indi­vidu­ell aus­fällt, ist es wichtig, diese möglichen Erschei­n­un­gen zu ken­nen. Braunäugige Per­so­n­en spüren ein Kribbeln, Juck­en oder auch Bren­nen nach äußer­lich­er DMSO-Anwen­dung auf der Haut oft wesentlich weniger als hel­läugige und „ver­tra­gen“ dadurch höhere DMSO-Konzen­tra­tio­nen.

Dieser Effekt hat mit dem Trans­port der natür­lichen Haut­fette „nach innen“ zu tun, weshalb es sich bei empfind­lich­er Haut emp­fiehlt, diese cir­ca 1 Stunde danach mit natür­lichen Fet­ten oder Aloe zu pfle­gen. Bei inner­lich­er Anwen­dung, oral oder per Infusion/Injektion, sind solche Hautempfind­un­gen unbekan­nt. Eine andere (Neben-)Wirkung ist der mögliche ver­mehrte Spe­ichelfluss. Auch dieser ist durch die Wirkung von DMSO zu erwarten, da es das veg­e­ta­tive Ner­ven­sys­tem in Rich­tung Parasym­pa­thikus, also „Heilung, Erhol­ung, Ruhe, Ver­dau­ung“ lenkt, was die Drüsen­tätigkeit ver­stärkt.

Weit­ere Neben­wirkun­gen kön­nen sein: vorüberge­hen­der Schwindel, Kopf­druck, Müdigkeit. Auch dies ist durch die gefäßer­weit­ernde Wirkung von DMSO erk­lär­bar. Der oben beschriebene, vorüberge­hende Geruch nach Auf­nahme von DMSO gehört eben­falls zu den Neben­wirkun­gen, obwohl es auch Men­schen gibt, bei denen er nicht entste­ht. Der Geruch tritt nach jed­er DMSO-Anwen­dung auf, gle­ichgültig, ob äußer­lich oder inner­lich, und ist natür­lich abhängig von der Dosis.

DMSO mehr als sieben­mal sicher­er als Aspirin, wie kommt es zu diesem Ver­gle­ich?

Da DMSO am Anfang sein­er ther­a­peutis­chen Ver­wen­dung in den 1960er Jahren haupt­säch­lich als „Schmerzmit­tel“ betra­chtet wurde und die vie­len anderen Wirkun­gen noch nicht erforscht waren, wurde es in Sicher­heits­be­w­er­tun­gen unter anderem mit ASS (zum Beispiel Aspirin) ver­glichen. Dabei stellte sich her­aus, dass es erst bei sieben­mal höher­er Dosierung von DMSO im Ver­gle­ich zu ASS zu möglichen Neben­wirkun­gen kom­men kann – dadurch ist dieser Slo­gan ent­standen.

Verträglichkeit mit Medika­menten?

Poten­ziell wer­den Medika­mente, zusam­men oder par­al­lel mit DMSO verabre­icht, eben­falls in ihrer Wirkung ver­stärkt. Dies wird auch heute noch gerne genutzt, um zum Beispiel die Dosis von Cor­ti­son-Gaben reduzieren zu kön­nen. Solche Wech­sel­wirkun­gen sind auch für ver­schiedene Antibi­oti­ka, Schmerzmit­tel (NSAR, Morphine/Opioide), Gold-Arzneien und Alko­hol bekan­nt. Für die meis­ten heute üblichen Medika­mente sind diese Wirkver­stärkun­gen durch DMSO im Detail nicht erforscht. Es wird deshalb emp­fohlen, im Falle der gle­ichzeit­i­gen Ein­nahme von ver­schiede­nen Medika­menten mit kleinen Men­gen DMSO zu begin­nen. Fast fünf Jahre nach Erscheinen des Werkes „Das DMSO-Hand­buch“ und unzäh­li­gen detail­lierten Zuschriften und Rück­mel­dun­gen von begeis­terten Anwen­derin­nen und Anwen­dern lässt sich resümieren, dass poten­zielle Wech­sel­wirkun­gen zu Medika­menten, außer den oben genan­nten, in der Prax­is offen­sichtlich eine unbe­deu­tende Rolle spie­len und ver­mut­lich nur bei län­ger­er, hochdosiert­er Anwen­dung von DMSO auf­fall­en.

DMSO ver­ste­hen

Wie kann man sich erk­lären, dass ein einziges Mit­tel so viele sich ergänzende Wirkun­gen bietet? Der Schlüs­sel zum Ver­ständ­nis liegt im Bau des Moleküls beziehungsweise in dessen bio-physikalisch-chemis­chen Eigen­schaften. DMSO, mit einem Schwe­fel-Zen­tralatom, um das sich ein Sauer­stoffatom, zwei Methyl-Grup­pen und ein soge­nan­ntes nicht binden­des Elek­tro­nen­paar in Pyra­mi­den­form grup­pieren, hat damit die gle­iche räum­liche Grund­struk­tur wie Wasser­moleküle. Wass­er ist die Lebens­flüs­sigkeit schlechthin und per Def­i­n­i­tion ist unser Organ­is­mus mit mehr als 50 Prozent Anteil Wass­er eine wäss­rige Lösung. Alle Trans­port- und Stof­fwech­selvorgänge in unserem Kör­p­er sind auf geord­nete Wasser­schicht­en an inneren Ober­flächen wie Gefäße, Zellmem­bra­nen, -organellen, Enzy­men, Basalmem­bra­nen, etc. angewiesen. Diese Ord­nung basiert auf den physikalis­chen Eigen­schaften von Wasser­molekülen wie Polar­ität, Viskosität, Fließeigen­schaften, Tem­per­aturver­hal­ten.

Wie wir in der Schule gel­ernt (gehört) haben, bilden Wasser­moleküle untere­inan­der auf­grund der hohen Polar­ität (1,84 Debey) soge­nan­nte Wasser­stoff-Brück­en-Bindun­gen aus. Alle Wasserteilchen in einem Verteilungsraum hak­en sich also gegen­seit­ig ein. Dies ist entschei­dend für das Fließver­hal­ten und die Viskosität von Wass­er, vor allem im Gefäßsys­tem. DMSO-Teilchen haben jedoch eine Polar­ität von 3,96 Debey, also mehr als dop­pelt so hoch als Wass­er! Dies hat, wenn DMSO in den Kör­p­er kommt, zwei ein­fache Kon­se­quen­zen: Erstens schieben sich die DMSO-Moleküle müh­e­los zwis­chen die Wasserteilchen und heben deren interne Wasser­stoff-Brück­en-Bindun­gen auf. Zweit­ens ori­en­tieren sich die Wasserteilchen daraufhin sphärisch um die „beliebten“, weil noch polar­eren, DMSO-Moleküle.

Bei­de Effek­te verän­dern die Viskosität und das Fließver­hal­ten der resul­tieren­den Gesamt­flüs­sigkeit grundle­gend. Weit­er­hin nimmt DMSO auf­grund sein­er sehr hohen Polar­ität sowohl wasser­lös­liche als auch fet­tlös­liche Sub­stanzen auf und ver­mit­telt eben­so zwis­chen Fettgewebe und den anderen Verteilungsräu­men. Auch dies ver­mag Wass­er alleine nicht, weshalb Trans­portvorgänge bei chro­nis­chen Prozessen oft brach­liegen.

Faz­it

Das bewährte und frei ver­füg­bare DMSO bietet zahlre­iche Möglichkeit­en für die Anwen­dung im Bere­ich Gesund­heit und Schön­heit. Sowohl Ther­a­peuten als auch Pri­vatleute kön­nen damit, entwed­er als Einzelmit­tel oder in der Kom­bi­na­tion mit anderen Ther­a­piev­er­fahren und natür­lichen Stof­fen, vir­tu­os und kreativ umge­hen. Der Erfahrungss­chatz wächst dynamisch und viele Anwen­derIn­nen teilen ihre DMSO-Rezepte und Erfolge inzwis­chen im Inter­net.

Buchempfehlung

Das Stan­dard­w­erk „Das DMSO-Hand­buch“ beschreibt Geschichte, Wirk­weise und vor allem die prak­tis­che Anwen­dung dieser viel­seit­i­gen Heil­flüs­sigkeit sehr aus­führlich. Ärzte, Heil­prak­tik­er, Phys­io­ther­a­peuten, Osteopa­then, Gesund­heits­ber­ater und auch medi­zinis­che Laien find­en hier viele Anre­gun­gen, Fall­beispiele und Beschrei­bun­gen, um den Möglichkeit­en, die mit DMSO und seinen ver­schieden­sten Mis­chun­gen im Gesund­heits- und Schön­heits­bere­ich erzielt wer­den kön­nen, nahezukom­men. Der Autor vere­int, auf­grund seines Werde­gangs, Wis­sen zu Phar­mazie, Bio-Chemie, Physik und Medi­zin. Ein für medi­zinis­che Fach­büch­er nicht gewöhn­lich­er Schreib­stil machen alle Fak­ten ver­ständlich und die Lek­türe neben der Wis­sensaneig­nung zu einem Vergnü­gen. Dosierungs- und Beschaf­fungsüber­sicht­en am Ende des Buch­es ermöglichen schnelles Nach­schla­gen. „Das DMSO-Hand­buch“ ist mit­tler­weile in der siebten Auflage erschienen und hat zur Wieder­ent­deck­ung und Ver­bre­itung dieser, seit mehr als 50 Jahren erforscht­en und bewährten, natür­lichen Arznei maßge­blich beige­tra­gen.

Über den Autor des Artikels

Dr. Hart­mut Fis­ch­er studierte an der Fakultät für Chemie und Phar­mazie der Uni­ver­sität Würzburg, wo er im Fach­bere­ich Organ­is­che Syn­these­chemie pro­moviert wurde. Beruf­s­jahre in der Phar­main­dus­trie beförderten sein Engage­ment für die alter­na­tive Heilkunde. Forschung und Wis­sensver­bre­itung zu ein­fachen, natür­lichen Sub­stanzen, die sowohl in Praxen/Kliniken als auch zu Hause eigen­ver­ant­wortlich angewen­det wer­den kön­nen, ste­hen dabei im Fokus. Dr. Hart­mut Fis­ch­er ist auch der Autor des „DMSO Hand­buch­es“.