Der Trick um die Stevia-Zulassung in der EU



Unter dem Kürzel „E-960“ wurde im Dezember 2011 Steviolglycosid (auch als Steviosid bezeichnet) zugelassen.

Mit Erle­ichterung nahm die gesund­heits­be­wusste Gemeinde diese Mel­dung, die die Schlagzeilen viel­er Zeitun­gen füllte und von Radio- über TV-Sender Anklang nahm, mit Erle­ichterung wahr.

Was ist passiert, hat sich die dem Volke zugeneigte Demokratie gegenüber der indus­trieges­teuerten „Demokratie“ etwa durchge­set­zt?

Kön­nen dem nächst etwa die Bürg­er entschei­den, was gut oder schlecht ist, zuge­lassen oder ver­boten gehört?

Wer­den teil­weise unnütze Verord­nun­gen, wie etwa die Health-Claim-Verord­nung wieder darauf beschränkt, was einem wirk­lichen Ver­brauch­er­schutz gut tut?

Entwarnung – leider nicht! Die Stevia-Zulassung war nämlich nicht wirklich eine! Es handelt sich lediglich um die Zulassung eines künstlich erzeugten Stevia-Abkömmlings, der mit der gesunden Stevia-Pflanze so gut wie gar nichts mehr gemeinsam hat!

Dies ist für die Indus­trie auch bit­ter nötig, will sie – wie im Falle von Coca Cola AG – ein Patent auf ihre Inhalt­stoffe erhal­ten. Da man aber natür­liche Mit­tel, wie im Falle der Pflanze Ste­via, nicht paten­tieren kann, muss man den Süßstoff daraus auf dem kün­stlichen Wege gewin­nen und mit kün­stlichen Aromen und anderen Zusätzen ergänzen.

Dieses erst bekommt nach Prü­fung den Anspruch auf ein „geistiges Eigen­tum“, das man dann als Patent schützen lassen und gewinnbrin­gend ver­mark­ten kann.

Exakt dies ist Ste­via wider­fahren, die natür­liche Ste­via-Pflanze hinge­gen bleibt als Lebens­mit­tel für den Verkauf nach wie vor ver­boten und wir Ver­brauch­er dür­fen uns mit der Entschei­dung pla­gen, Ste­viosid oder dann doch lieber Zuck­er oder gar ander­er Süßstoff…?

Dies als „Wort zum Son­ntag“, es lebe der hochgelobte  Verbrauchersch(m)utz und die (indus­triell-ges­teuerte) DEMO-kratie.