Acetyl-L-Carnitin (ALC)

Was ist L-Carnitin, 
was ist Acetyl-L-Carnitin (ALC)?

 

 

L-Carnitin — worum handelt es sich?

Beson­ders unter Sportlern und Abnehmwilli­gen ent­facht L-Car­nitin bzw. Acetyl-L-Car­nitin (auch als “ALC” abgekürzt) stets regel­rechte Diskus­sio­nen. Dies ver­wun­dert wenig, denn stimmt die Aus­sage der Sup­ple­ment-Her­steller, L-Car­nitin würde Fettsäuren in die Brennzellen der Muskeln ein­schleusen, wäre es für die einen ver­mut­lich ein äußerst begehrter Leis­tungssteiger­er und für die Let­zteren ohne Frage ein poten­ter Abnehmhelfer…! Dem gegenüber ste­hen kon­träre Aus­sagen, die die Wirkung von L-Car­nitin mehr als in Frage stellen.

Wir wollen auf dieser Web­site Licht ins Dunkel brin­gen und neben den bei­den Aspek­ten des Abnehmens sowie Leis­tungssteigerung im Sport mit L-Car­nitin, der Voll­ständigkeit­shal­ber eben­falls die Gesund­heit­saspek­te dieser äußerst bemerkenswerten, natür­lichen Sub­stanz genauer unter die Lupe nehmen, auf die L-Car­nitin nicht min­der erfol­gre­ich pos­i­tiv­en Ein­fluss zu nehmen ver­mag!

Aus bio-chemis­ch­er Sicht han­delt es sich beim L-Car­nitin um eine natür­liche, kör­pereigene Sub­stanz, die aus den bei­den Aminosäuren Lysin und Methion­in beste­ht. In der Leber wird L-Car­nitin aus diesen bei­den Aminosäuren syn­thetisiert, gelangt im Anschluss ins Blut und schließlich zu den Zielor­ga­nen.
Die chemis­che Formel für L-Car­nitin lautet C7H15NO3 , L-Car­nitin trägt noch die weniger bekan­nten Beze­ich­nun­gen Trimethyl-hydrox­y­bu­ty­ro­be­tain, 3-Car­boxy-2-hydrox­ypropyl, N,N,N-trimethylammoniumhydroxid, die allerd­ings eher dem Fach­wortschatz der Chemik­er entstam­men.

 

 

L-Carnitin aus funktioneller Sicht

L-Car­nitin — wo kommt es her und was tut es im Kör­p­er?

L-Carnitin, Acetyl-L-Carnitin, ALC
Foto ©Rain­er Sturm by http://www.pixelio.de/

Wesentlich inter­es­san­ter und weitaus weniger abstrakt als die chemis­chen Zusam­men­hänge, dürften für die meis­ten Leser die Herkun­ft sowie die Funk­tion von L-Car­nitin in unserem Organ­is­mus sein. L-Car­nitin ist eine vit­a­m­inähn­liche, völ­lig natür­liche Sub­stanz, die inner­halb des Fettstof­fwech­sels eine Schlüs­sel­rolle ein­nimmt.

Inner­halb dieser Funk­tion trans­portiert L-Car­nitin die Fettsäuren aus dem Blut in die Muskelzellen. In den Mito­chon­drien wer­den die Fettsäuren im Anschluss ver­bran­nt und dadurch Energie freige­set­zt.
L-Car­nitin set­zt also Energie für unseren gesamten Organ­is­mus frei und sorgt neben­bei für Kör­per­fet­treg­u­la­tion und -reduk­tion beim übergewichti­gen Men­schen.

Früher noch als “Vit­a­min” beze­ich­net, spricht man heute bei L-Car­nitin von “vit­a­m­inähn­lich­er” Sub­stanz (einem s.g. “Vit­a­minoid”), was darauf zurück­zuführen ist, dass man früher geglaubt hat, dass der Kör­p­er kein L-Car­nitin selb­st pro­duzieren kann.

L-Car­nitin ist eine vit­a­m­inähn­liche Sub­stanz, die auf dem dualen Weg im Kör­p­er erscheint. Ein­er­seits wird es vom Organ­is­mus bis zu einem gewis­sen Grad selb­st hergestellt, ander­er­seits auf dem Nahrungsweg dem Kör­p­er zuge­führt. Die Eigen­pro­duk­tion von L-Car­nitin durch den Organ­is­mus ist dabei von ein­er hin­re­ichen­der Zufuhr von Vit­a­mi­nen C und B6, aber auch von Niacin und Eisen abhängig, etwas das in der heuti­gen Zeit auf­grund der Indus­tri­al­isierung der Nahrung und anderen neg­a­tiv­en Mech­a­nis­men mehr und mehr erschw­ert wird.
Die biol­o­gisch aktivste Form des L-Car­nitins stellt dabei das Acetyl-L-Car­nitin dar.


Sehr wichtig ist es zu wis­sen, dass 50% der gesamten Fet­ten­ergie, die wir aufnehmen, in Form von s.g. langket­ti­gen Fettsäuren passiert
— ohne L-Car­nitin kön­nen wir aber keine langket­ti­gen Fettsäuren ver­bren­nen!
 

 

Was ist der Unterschied von Acetyl-L-Carnitin (ALC
und L-Carnitin?

Acetyl-L-Car­nitin, (abgekürzt: “ALC”) wird auf­grund des Acetyl-Anteils leichter absorbiert und auch die Effek­tiv­ität ist sig­nifikant höher als die der anderen L-Car­nitin-For­men 

 

Absorbtion von Acetyl-L-Carnitin im Darm

Nimmt man Acetyl-L-Car­nitin ein, löst sich dieses im Magen auf und als Näch­stes in den Dün­ndarm geleit­et. Im Dün­ndarm durch­dringt es die lipophilen Mem­bra­nen der Darmwand und gibt dabei einen Teil sein­er Acetat-Moleküle ab. Der Acetyl-Anteil sorgt dafür, dass das Acetyl-L-Car­nitin (ALC) leichter aufgenom­men wird, neben der höheren Effek­tiv­ität stellt dies im Wesentlichen den Unter­schied zum “gewöhn­lichen” L-Car­nitin dar.

 

 

L-Carnitin passiert die Leber

Nach der Auf­nahme im Dün­ndarm, wird L-Car­nitin mit dem Blut in die Leber geleit­et. An dieser Stelle hat Acetyl-L-Car­nitin unter Beweis gestellt, dass es die Trans­portak­tiv­ität des L-Car­nitins zu steigern ver­mag, während im Nor­mal­fall mit der Alterung diese Trans­port­fähigkeit stetig nach­lässt.

Dies ist ins­beson­dere deshalb so wichtig, weil wie bere­its beschrieben, L-Car­nitin eine Voraus­set­zung dafür darstellt, dass langket­tige Fettsäuren in die Mito­chon­drien eingeschleust und dort ver­bran­nt wer­den kön­nen. Ger­ade der Herz­muskel ist auf diesen wichti­gen Mech­a­nis­mus angewiesen, um die für seine Arbeit notwendi­ge Energie zu gener­ieren.

Von hier aus wird das L-Car­nitin über das Blut an die Organe und Gewebe weit­ergeleit­et, wo es seine vielfälti­gen Funkio­nen übern­immt.

Mit entsprechen­der Ein­nahme von L-Car­nitin kann dem Herz­in­farkt nach­weis­lich vorge­beugt wer­den.

Im Menüpunkt “L-Car­nitin-Vorkom­men” erfahren Sie Details darüber, wie L-Car­nitin in unseren Kör­p­er pro­duziert wird und in welchen Nahrungsmit­teln und darin in welch­er Konzen­tra­tion L-Car­nitin vorkommt.

L-Carnitin-Historie

 

Die His­to­rie bzw. 
die Geschichte des L-Car­nitins *2

    • Die rus­sis­chen Forsch­er Krim­berg und Gule­witsch iden­ti­fizieren im Jahr 1905 eine neue Sub­stanz im Muskelfleisch (fast par­al­lel zum deutschen Forsch­er namens Kutsch­er) von Säugetieren und weisen diesem eine Notwendigkeit für die Stof­fwech­sel­funk­tion der Muskelzellen. L-Car­nitin erhält seinen Namen, abgeleit­et von dem lateinis­chen Wort “Car­nis” = “Fleisch” ab.
    • Im Jahre 1927 wird die chemis­che Struk­tur des L-Car­nitins, wie bere­its vom Ent­deck­er Krim­berg vorgeschla­gen, in Exper­i­menten bestätigt
    • Der Forsch­er Strack unter­sucht 1935 die Funk­tio­nen des L-Car­nitins zur chemisch ver­wandten Sub­stanz namens Cholin.
    • Der Wis­senschaftler Fraenkel isoliert 1952 L-Car­nitin aus der Leber und benen­nt dieses “Vit­a­min B”. Bis zum heuti­gen Tage ord­nen viele Wis­senschaftler L-Car­nitin dem Vit­a­min-B-Kom­plex zu.
    • Erst­ma­lig bringt der Wis­senschaftler Fritz L-Car­nitin mit dem Fettstof­fwech­sel zusam­men und find­et dabei her­aus, dass L-Car­nitin die Fettver­bren­nung in den Mito­chon­drien steigern kann.
    • 1980 kommt L-Car­nitin als Nahrungsergänzungsmit­tel, erschwinglich für jeden Men­schen, in zunächst chemis­ch­er Form auf den Markt
    • Bei der Olympiade 1980 macht L-Car­nitin auf sich aufmerk­sam, in dem es ital­ienis­chen Aus­dauer­sportlern zu uner­warteten Erfol­gen ver­hil­ft.
    • 1982 ver­hil­ft L-Car­nitin der ital­ienis­chen Fußball­na­tional­mannschaft dazu Welt­meis­ter zu wer­den.
  • Das Schweiz­er Unternehmen LONZA entwick­elt 1986 eine natür­lichere L-Car­nitin-Form, als Pen­dant zu dem bis­lang auf chemis­chen Weg hergestell­ten L-Car­nitin.

Codex Humanus - Das Buch der Menschlichkeit


L-Carnitin — Produktion im Körper und Vorkommen in der Nahrung

 

Wie unser Organismus L-Carnitin selbst herstellt

Etwa ab dem 15 Leben­s­jahr erst erlangt der Kör­p­er die physis­che Reife, um L-Car­nitin selb­st voll­ständig her­stellen zu kön­nen.
Selb­st im Erwach­se­nenal­ter aber ver­mag unser Organ­is­mus nur ca. 10% dessen herzustellen, was er eigentlich an L-Car­nitin benötigt, weswe­gen eine zusät­zliche Zufuhr von L-Car­nitin über Ernährung von höch­ster Pri­or­ität ist und in Form von Nahrungsergänzungsmit­teln angezeigt, wenn der L-Car­nitin-Bedarf auf­grund äußer­er Umstände wie Krankheit­en, erhöhter kör­per­lich­er oder geistiger Belas­tung über natür­liche Ernährung nicht zu deck­en ist.

 

 

Die Ausgangs- und Begleitmaterialien zur erfolgreichen Herstellung von L-Carnitin

Um L-Car­nitin selb­st syn­thetisieren zu kön­nen, benötigt der Kör­p­er einige Aus­gangs- und Begleit­ma­te­ri­alien.

Hierzu gehören:

  • Vit­a­min C
  • Vit­a­min B3
  • Vit­a­min B6
  • Vit­a­min B12
  • Aminosäure Lysin und Methion­in
  • Eisen
  • Fol­säure

Grund­vo­raus­set­zung ist also ein Min­destal­ter von ca. 15 Jahren und das Vorhan­den­sein von diesen ele­mentaren Grund­stof­fen.
Gel­ten diese Grund­vo­raus­set­zun­gen als erfüllt, begin­nt die Leber, begleit­et von den Nieren und dem Hirn, mit der Pro­duk­tion von L-Car­nitin.

 

 

Vorkommen von L-Carnitin im menschlichen Organismus

In den fol­gen­den Konzen­tra­tio­nen find­et sich L-Car­nitin in unserem Kör­p­er vor :*2

Organmg/kgUmol/g
Skelettmusku­latur6403,96
Herz7704,80
Leber4702,80
Niere1601,00
Gehirn500,30
Blut­plas­ma80,05
Ejaku­lat9,6 
Immun­zellen160 
Ery­throzyten38 
Mut­ter­milch12 

Desweit­eren kann über die regelmäßige Ein­nahme von 2–3g L-Car­nitin am Tag der L-Car­nitinge­halt in allen Gewe­be­for­men des Organ­is­mus mit­tel­fristig erhöht wer­den.

 

 

L-Carnitin — Vorkommen in der Nahrung

 

L-Carnitin — in welchen Nahrungsmitteln kommt es vor?

Wie wir weit­er oben lesen kon­nten, kön­nen trotz opti­maler Bedin­gun­gen lediglich 10% des eigentlichen L-Car­nit­inbe­darfs durch Eigen­syn­these des Kör­pers bew­erk­stel­ligt wer­den. Dies ist entschei­dend zu wenig, um von den Vorzü­gen des L-Car­nitins vol­lends zu prof­i­tieren!
Über eine hier­auf aus­gerichtete Lebens­mit­te­lauswahl kann man ver­suchen dem Prob­lem Herr zu wer­den. Die Real­ität sieht aber so aus, dass wir pro Tag schätzungsweise durch­schnit­tlich lediglich nur 100–300mg L-Car­nitin aufnehmen, um auf 1000mg zu kom­men, müssten wir rund 750g Fleisch täglich essen.
Fleisch spielt in der L-Car­nitin-Ver­sorgung eine so wichtige Rolle, weil L-Car­nitin aus den zwei essen­ziellen Aminosäuren Lysin und Methio­nen hergestellt wird, Aminosäuren, die fast auss­chließlich im Fleisch vorkom­men.

Die fol­gende Tabelle stellt detail­liert den Gehalt von L-Car­nitin in Lebens­mit­teln dar. Wie wir sehen, kommt L-Car­nitin vor allem in Fleisch-, Fisch- und Milch­pro­duk­ten vor, woge­gen pflan­zliche Pro­duk­te so gut wie kein L-Car­nitin enthal­ten. Beson­ders also Veg­e­tari­er und Veg­an­er prof­i­tieren von ein­er Nahrungsergänzung in Form von L-Car­nitin-Prä­parat­en :

Das Vorkom­men von L-Car­nitin in der Nahrung

Tierische Pro­duk­te mg/kgPflan­zliche Pro­duk­te mg/kgMilch­pro­duk­te mg/kgMeeres­früchte mg/kg
Fleis­chex­trakt 36.860Stein­pilze getrock­net 388Ziegenkäse 127Hum­mer (Kör­p­er) 270
Ziegenkeule 2.210Spitz­morcheln getrock­net 208Kon­dens­milch 97Felse­naustern 243
Hirschkalb­ssteak 1.930Pfif­fer­linge getrock­net 126Schaf­skäse 65Lan­gusten­schwanz 154
Lammkeule 1.900Austern­pilz frisch 70Hüt­tenkäse 53Hum­mer (Schere) 142
Kän­gu­ruh­steak 1.660Stein­pilze frisch 28Joghurt 41Seelachs­filet 132
Rehkeule 1.640Champignons frisch 26Milch 40Heringe (gebrat­en)
Lamm­filet 1.610Pfif­fer­linge frisch 13Sahne 38Riesen­gar­ne­len 74
Elch­brat­en 1.600Nudeln 7,0Schafskäse/Rind 36Aal (geräuchert) 65
Hirsch 1.500Man­deln 6,7Milchreis 35Scholle 63
Rinder­brat­en 1.430Erd­nüsse 5,8But­ter­milch 34Schiller­locke 56
Rinder­hüft­steak 1.350Fenchel 5,3Quark 30Egli Filets 55
Strauß 1.280Brokkoli 4,8Briekäse 27Meer­brasse 50
Rinds­gu­lasch 1.270Weizen­brot 4,1Zazi­ki 27Hecht 40
Ren­tier­steak 1.210Avoka­do 4,0Creme Fraiche 26Seezunge 38
Hasenkeule 1.200Möhren 4,0Molke 22Her­ing (Filet) 37
Rinder­be­in­fleisch 1.180Blu­menkohl 3,6Gou­da, alt 20Kaviar 37
Pfer­de­fleisch 1.170Weizen­brötchen 3,5Camem­bert 18Wild­lachs 37
Rehrück­en 1.160Papaya 3,5Moz­zarel­la 18Thun­fisch 34
Ziegen­rück­en 1.120Zuc­chi­ni 3,4Harz­er Käse 17Schell­fisch 33
Kalb­ss­chnitzel 1.050Auberginen 3,0Frischkäse 16Makrele 32
Kalb­srück­en 1.020Paranüsse 3,0Edamer 15Lachs 31
Hase 860Reis 3,0Gou­da, jung 14Haifisch 30
Rinder­hack­fleisch 470Kirschen 2,6But­ter 11Krabben (Cock­tail) 30
Wild­schwein­rück­en 420Hasel­nüsse 2,5Hefe 11Mies­muscheln 28
Bratwurst 386Wal­nüsse 2,5Kochkäse 11Forelle 28
Corned Beef 320Kartof­feln 2,3Gor­gonzo­la 10See­teufel 24
Cerve­latwurst 300Gurken 1,9But­terkäse 8Tin­ten­fisch 21
Enten­brust 288Roggen­brot 1,8Baby­bel 6
Schweineschnitzel 274Mais 1,6
Schweineg­u­lasch 264Pflau­men 1,6
Schweine­fleisch 244Erb­sen 1,4
Kan­inchenkeule 232Papri­ka 1,4
Met­twurst 220Pfir­sich 1,4
Tauben­brust 211Bohnen 1,2
Lachss­chinken 205Tomat­en 1,1
Schweine­filet 190Bana­nen 1,0
Flu­gen­tenkeule 189Kiwi 0,8
Wiener Wurst 176Blattsalat 0,6
Weißwurst 170Bier 0,6
Wachtel­brust 166Äpfel 0,5
Putenkeule / Filet 133Mar­garine 0,5
Hin­ter­schinken 121Bir­nen 0,3
Bier­schinken 120Orangen / Zitro­nen 0,1
Kalb­sle­ber­wurst 92
Mor­tadel­la 92
Häh­nchenkeule 80
Häh­nchen­brust 78
Häh­nchen­filet 62
Fasa­nen­brust 60
Enten­le­ber 43
Schweinele­ber 36
Fleis­chwurst 30
Blutwurst 12
Hüh­nereier 8

Quelle: Gus­tavsen HSM, Inau­gur­al Dis­ser­ta­tion zur Erlan­gung des Dok­tor­ti­tels — Phys­i­ol­o­gis­ches Insti­tut der tierärztlichen Hochschule Han­nover, 2000

Wirkung von L-Carnitin bzw. Acetyl-L-Carnitin (ALC)

 

                                      „Vor­beu­gung und Heilung ist der Ersatz der Ursache durch Wirkung!“                              Thomas Chrobok (Autor der Buchrei­he MEDIZINSKANDALE)

 

 

Wie und wogegen wirkt L-Carnitin bzw. Acetyl-L-Carnitin (ALC) ?

Um die Wirkung von L-Car­nitin auf unseren Organ­is­mus hin­re­ichend zu beschreiben, muss zwis­chen in all­ge­mein­erund spezieller Wirkung dif­feren­ziert wer­den. Es emp­fiehlt sich zudem, die Wirkung auf die jew­eili­gen Organe und Organ­sys­teme zu durch­leucht­en, noch bevor man die indi­vidu­elle Wirkung auf jew­eilige Krankheits­bilder analysiert.


Codex Humanus - Das Buch der Menschlichkeit

 


 

Die allgemeine Wirkung von L-Carnitin

L-Car­nitin nimmt vor allem pos­i­tiv­en Ein­fluss auf unsere Skelettmusku­latur, das Herzkreis­lauf­sys­tem sowie das Immun­sys­tem und wirkt sich auf unseren Organ­is­mus:

  • kraft­steigernd
  • Fettver­bren­nung unter­stützend
  • Energiestof­fwech­sel unter­stützend
  • musku­lat­u­rauf­bauend
  • Muskelver­let­zungs-pro­phy­lak­tisch
  • vor­beu­gend dem Muskelkater
  • muskel­re­gen­er­a­tiv
  • Erhol­ungsphasen verkürzend
  • Ner­ven­sys­tem schützend
  • Her­zleis­tungssteigernd
  • durch­blu­tungs­fördernd
  • Herzfre­quenz (Puls) senk­end während der Belas­tung
  • Ent­gif­tend (tox­is­che organ­is­che Sub­stanzen wer­den raus­trans­portiert)
  • anti­de­pres­siv
  • Psy­che steigernd
  • reg­ulierend auf den Blutzuck­er­spiegel (Glukos­espiegel)
  • reg­ulierend auf den Blut­fettspiegel (Cho­les­terin­spiegel)
  • L-Car­nitin erhöht unsere kog­ni­tive Leis­tungs­fähigkeit
  • Immun­sys­tem stärk­end

Wirkung von L-Carnitin auf die folgenden Organe und Organsysteme:

  • Herzkreis­lauf­sys­tem
  • Musku­latur
  • Gehirn
  • Immun­sys­tem
  • Hor­mon­sys­tem
  • DNA
  • Leber
  • Sper­mien

 

 

Wirkung von L-Carnitin auf das Herzkreislaufsystem

Herz­muskel ist auf die Energie aus den Fettsäuren angewiesen, um intakt und gesund sein­er Funk­tion nachzuge­hen. Nur mit Car­nitin aber kön­nen diese Fettsäuren vom Kör­p­er als Energieliefer­an­ten ver­w­ertet wer­den. L-Car­nitin agiert dabei als Energi­eträger und ermöglicht den Muskeln, dem Herzen sowie anderen Orga­nen die Fettsäuren als Energie zu ver­w­erten.

L-Car­nitin stärkt die Herz­musku­latur und kann auf diese Weise Herz­erkrankun­gen sowie einem Herz­in­farkt vor­beu­gen. Im Tierver­such kon­nte Acetyl-L-Car­nitin (ALC) im Herz­muskel den Abbau der Phos­phat-Trans­port­moleküle rev­i­dieren, die für gesunde Mem­bran­funk­tion und daraus resul­tierende Energiev­er­sorgung des Herzens grundle­gend wichtig sind.

In weit­eren Stu­di­en kon­nte Acetyl-L-Car­nitin (ALC) im Herz­muskel Sauer­stoff­man­gel vor­beu­gen (siehe Menüpunkt: “L-Car­nitin Stu­di­en”). Desweit­eren unter­liegen die Endothelzellen sowie die glat­ten Muskelzellen unser­er Blut­ge­fäße einem L-Car­nitin-abhängi­gen Stof­fwech­sel, wodurch sich L-Car­nitin gefäßwei­t­end auswirkt, was zahlre­iche weit­ere Vorteilen für das Herzkreis­lauf­sys­tem, aber nicht auss­chließlich, nach sich zieht.

 

 

Wirkung von L-Carnitin auf die Blutgefäße

Durch die gefäßwei­t­ende Wirkung auf­grund des Ein­flusses auf die Endothelzellen sowie die glat­ten Muskelzellen unser­er Blut­ge­fäße, ergeben sich zahlre­iche Vorteile auf­grund der damit gesteigerten Durch­blu­tung:

    • Verbesserung der Herz­durch­blu­tung
    • Senkung des Blut­drucks bei Hyper­tonikern
    • Reduk­tion der Herzfre­quenz (Puls)
    • Steigerung der Durch­blu­tung der Skelettmusku­latur
    • Steigerung der Sauer­stof­fauf­nah­me­fähigkeit der Skelettmusku­latur
    • Senkung des Lak­tat­spiegels (Milch­säurespiegel während und nach anaer­ober Muskel­be­las­tung)
    • Reduk­tion der Muskelschä­den (ein­schließlich Muskelkater-Symp­tome)
    • Steigerung der Muskelkraft
    • Verbesserung der Hirn­durch­blu­tung
    • Reduk­tion von Kopf­schmerzen
    • Gesteigerte Wach­heit
    • Steigerung der Konzen­tra­tions­fähigkeit
    • Senkung men­taler Ermü­dung
    • Verbesserung kog­ni­tiv­er Fähigkeit­en (Lern- Merk­fähigkeit)
  • Verbesserte Wund­heilung
  • Steigerung der Bein­durch­blu­tung
  • Steigerung der Potenz

 

 

Wirkung von L-Carnitin auf die Muskulatur

Es unter­liegt keinem Zufall, dass beson­ders viel L-Car­nitin im Herz­muskel, der Skelettmusku­latur sowie im Hirn vorzufind­en ist. Es han­delt sich dabei um Organe, die stark auf die Energiev­er­w­er­tung aus den Fettsäuren angewiesen sind — diese aber kann nur mit Hil­fe von L-Car­nitin opti­mal ablaufen. Die Musku­latur ermüdet nicht mehr so schnell, Muskelkater und selb­st größeren Muskelschädi­gun­gen kann vorge­beugt wer­den, häu­figere Train­ing­sein­heit­en wer­den ermöglicht und höhere Leis­tungssteigerun­gen wer­den erzielt.
In Tierver­suchen kon­nte eine intra­venöse Verabre­ichung von L-Car­nitin die Muskelkraft um bis zu 34% erhöhen. *3

 

 

Wirkung von L-Carnitin auf das Gehirn und das Zentrale Nervensystem

L-Car­nitin verbessert die kog­ni­tive Fähigkeit, es wirkt der Hirnal­terung, Demenz und Alzheimer ent­ge­gen, es steigert die Konzen­tra­tion und Auf­nah­me­fähigkeit (Lern­fähigkeit), beschle­u­nigt die Zellerneuerung der Hirnzellen.

Im Gegen­satz zu den meis­ten Antiox­i­dantien, ver­mag Acetyl-L-Car­nitin ähn­lich wie OPC die Bluthirn­schranke zu passieren und hier die Bil­dung von Ner­ven-Wach­s­tums­fak­tor-Rezep­toren, s.g. NGFR, ein­er­seits zu fördern und ander­er­seits diese zu schützen.


Auf diese Weise:

  • schützt Acetyl-L-Car­nitin (ALC) alternde Ner­ven­zellen vor ihrem Tod
  • erhöht so die Konzen­tra­tions­fähigkeit
  • verbessert das Langzeitgedächt­nis
  • opti­miert die Lern­fähigkeit und
  • steigert die Wach­samkeit

Desweit­eren kann es an dieser Stelle als natür­lich­es Anti­de­pres­sivum fungieren, in dem es die Stim­mung aufhellt.

Wirkung von L-Carnitin auf das Immunsystem

Es ver­wun­dert nicht, dass die Immun­zellen außeror­dentlich viel L-Car­nitin bein­hal­ten. Denn L-Car­nitin gilt als natür­lich­er Immun­stim­u­la­tor, es trans­portiert die langket­ti­gen Fettsäuren direkt in die Mito­chon­drien hinein für die ATP-Pro­duk­tion. L-Car­nitin stellt einen opti­malen Schutz für die Zellmem­bra­nen, die Abwehrzellen des Immun­sys­tems wer­den aktiviert und in ihrer Funk­tion gestärkt. In Stu­di­en kon­nte Acetyl-L-Car­nitin (ALC) die Aktiv­ität der Lym­phozyten erhöhen, Makropha­gen­pro­duk­tion aufrechter­hal­ten und den TSH-Spiegel erhöhen.

 

 

Zusammenfassend hat L-Carnitin die folgenden Effekte auf unser Immunsystem:

  • Steigerung der Pro­duk­tion der Antikör­p­er
  • Erhöhung der TNF-Alpha Auss­chüt­tung
  • Freiset­zung von TNF-Alpha und Inter­leuki­nen
  • Hemmt die Aggre­ga­tion von Throm­bozyten und Makropha­gen
  • Aktivierung der weißen Blutkör­perchen
  • Hem­mung der Aggre­ga­tion der Ery­throzyten
  • Immun­stim­u­lans bei Infek­tion­serkrankun­gen wie der Tuberku­lose
  • Aktivierung der Makropha­gen und Monozyten
  • Stim­ulierung men­schlich­er T- und B-Lym­phozyten
  • Steigerung der Proil­if­er­a­tion der Lym­phozyten

 

 

Wirkung von L-Carnitin auf das Hormonsystem

Im Tierver­such gelang es dem Acetyl-L-Car­nitin die Zir­bel­drüse dazu anzure­gen, das “Regen­er­a­tionshormon” Mela­tonin wieder ver­stärkt auszuschüt­ten. Mela­tonin gilt in der Anti-Aging-Forschung als eines der wichtig­sten Hor­mone, die nach Mei­n­ung viel­er Wis­senschaftler die physis­che Alterung aufhal­ten kön­nen.
Desweieren kon­nte Acetyl-L-Car­nitin erhöht­en Cor­ti­sol-Spiegel wieder nor­mal­isieren.

 

 

Schutzwirkung von L-Carnitin auf die DNA

Stu­di­en kon­nten ein­drucksvoll beweisen, dass die Ein­nahme von L-Car­nitin die Reparatur der seit­ens von Sauer­stof­fradikalen verur­sacht­en DNA-Schä­den fördert.

 

 

Wirkung von L-Carnitin auf die Leber

L-Car­nitin regener­iert die Leber und die Zellerneuerung, sorgt für einen besseren Abbau von Alko­hol und anderen tox­is­chen Sub­stanzen, verbessert im All­ge­meinen die Leber­funk­tion, erhöht den Fettstof­fwech­sel in der Leber.

 

 

Wirkung von L-Carnitin auf die Spermien / Fruchtbarkeit

L-Car­nitin erhöht nicht nur die Quan­tität, also die Menge des Ejaku­lats, son­dern sorgt nach­weis­lich dafür, dass die Samen­zellen aktiviert wer­den, deren Anzahl ansteigt und sich somit die Frucht­barkeit verbessert. Die Wahrschein­lichkeit ein­er gelun­genen Zeu­gung steigt drama­tisch.

 

 

Indikationen für den Einsatz von L-Carnitin

Bei den fol­gen­den Erkrankun­gen und Missstän­den find­et L-Car­nitin Anwen­dung:

  • Adrena­le Insuf­fizienz
  • AIDS / HIV
  • Alko­holis­mus
  • Alzheimer
  • Angi­na Pec­toris
  • Ath­er­o­sklerose
  • Bindegeweb­ss­chwäche
  • Blu­tar­mut
  • Chemother­a­pie
  • Chro­nis­che Muskelmy­opathien
  • Chro­nis­che Nieren­erkrankun­gen
  • Chro­nis­ches Müdigkeitssyn­drom
  • Demenz
  • Dia­betes
  • Diph­terie
  • Dis­tale ulcer­a­tive Col­i­tis
  • Durch­blu­tungsstörun­gen
  • Epilep­sie
  • Frucht­barkeitsstörung
  • Gemüt, seel­is­che Ver­fas­sung
  • Herz­in­farkt
  • Herz­erkrankun­gen im All­ge­meinen
  • Herzin­suf­fizienz
  • Hyper­am­monie
  • Hyper­thyre­ose
  • Hyper­triglyc­eridämien
  • Hypopi­tu­itaris­mus
  • Immun­schwäche
  • Leber­erkrankun­gen
  • Mor­bus Bechterew
  • Myocardi­tis
  • Post-Polio-Syn­drom / Poliomyelitis
  • Reye-Syn­drom
  • Raucher­bein
  • Schla­gan­fall
  • Schock
  • Sep­sis
  • Sklero­der­mie
  • Sper­mien­de­fiz­it
  • Sper­mien­i­nak­tiv­ität
  • Stress
  • Tuberku­lose
  • Unter­schenkelgeschwüre (Ulcer­a­tio­nen)
  • Übergewicht
  • Zir­rhose

Desweit­eren ist L-Car­nitin empfehlenswert für alle Men­schen, die unter Stress lei­den, Rauch­er, Leis­tungss­portler, Abnehmwillige, Schwan­gere, kleine Kinder <15 Jahre (hier fehlt noch die kör­pereigene L-Car­nitin-Pro­duk­tion).

 

 

Spezifische Wirkung von L-Carnitin bei Krankheiten

Bei ein­er Sub­stanz, die sämtliche Organe effizien­ter mit Energie ver­sorgt und das Immun­sys­tem stärkt, ver­wun­dert es nicht, wie bre­it­ge­fächert L-Car­nitin seine Wirkung bei einzel­nen Erkrankun­gen ent­fal­tet. Prof. Strack, der als Pio­nier in der L-Car­nitin-Forschung gilt, teilte vor seinen Schülern scherzhaft alle Krankheit­en in zwei Grup­pen ein:

die durch L-Car­nitin heil­baren und die unheil­baren.

So scherzhaft es gemeint gewe­sen sein mag, ist es den­noch ein klein­er Hin­weis auf das stärk­ende und heilende Poten­tial von L-Car­nitin auf unzäh­lige Krankheit­en…

Schauen wir uns die Wirkung aber im Einzel­nen mal genauer an:

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Herzkreislauferkrankungen

Herzkreis­laufver­sagen gilt in den Indus­trien­atio­nen als Todesur­sache Nr.1 — konkret ver­stirbt jed­er Zweite inner­halb der Indus­trien­atio­nen auf­grund von Herzkreis­laufver­sagen.
Welche Höch­stleis­tung dem Herzen abver­langt wird, wird deut­liche, wenn man sich verge­gen­wär­tigt, dass der Herz­muskel täglich ca. 100 000 mal schlägt und dabei eine Menge von bis zu 10 000 Litern Blut pumpt.
Bis zum 80ten Leben­s­jahr eines Men­schen, schlägt das Herz unaufhör­lich bis zu 2,5 Mil­liar­den Mal!
Für diese sagen­hafte Leis­tung benötigt der Herz­muskel selb­stver­ständlich Energiestoffe — die wesentlich­sten Energiestoffe stellen dabei Fettsäuren dar.


L-Car­nitin
 wird hier­bei benötigt, um die Fettsäuren direkt in die Mito­chon­drien der Herz­muskelzellen zu trans­portieren. Und je mehr davon das Herz erhält, desto:

  • effizien­ter und zugle­ich ökonomis­ch­er kann das Herz arbeit­en
  • desto unwahrschein­lich­er ist das Risiko, dass es erkrankt und
  • desto schneller kann es sich erholen, wenn es bere­its krank oder geschwächt ist und man diesem zusät­zlich­es L-Car­nitin in Form von Nahrungsergänzungsmit­teln zukom­men lässt!

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Angina pectoris

Belas­tungs­fähigkeit steigt, Schmer­zlin­derung wird erzielt.

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Herzmuskelschwäche

Steigerung der Leis­tungs­fähigkeit des Herz­muskels, all­ge­meine Stärkung des Herzens.

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Herzverfettung

Abtrans­port der über­schüs­si­gen Fette, ein­er Herzver­fet­tung wird effek­tiv ent­ge­gengewirkt.

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Herzrhythmusstörungen

L-Car­nitin wirkt Herzrhyth­musstörun­gen ent­ge­gen, L-Car­nitin wirkt Herzrhyth­musstörun­gen antirhyth­misch ent­ge­gen und ver­hil­ft auf diese Weise, Ent­gleisun­gen von Herzrhyth­musstörun­gen bis zu Kam­mer­flim­mern zu ver­hin­dern.

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Myocardiopathie

Beson­ders Leis­tungss­portler und Profis­portler sind für Myocar­diopathie anfäl­lig, diese bet­rifft 80% aller Fälle, in denen Sportler am Herzen erkrankt sind. L-Car­nitin hat sich bestens bewährt, die Erkrankung zu ver­mei­den und bei akuten Prob­le­men die Über­leben­schance zu erhöhen.

 

 

L-Carnitin erfolgreich als Herzinfarkt-Profilaxe

Arte­riosklerose kann zum Blut­man­gel führen und damit für Sauer­stof­feng­pässe im Herzen sor­gen. Let­zteres führt dazu, dass die Fettsäuren nicht mehr hin­re­ichend ver­bran­nt wer­den kön­nen, was das Prob­lem der Sauer­stof­fver­sorgung weit­er erhöht und zum Herz­in­farkt führen kann.

L-Car­nitin kann die Fettver­bren­nung im Herzen wieder nor­mal­isieren und auf diese Weise dem Herz­in­farkt vor­beu­gen. Desweit­eren kon­nten Stu­di­en unter Beweis stellen, dass der ther­a­peutis­che Ein­satz von L-Car­nitin die Inten­sität eines Herz­in­fark­tes senken und die Über­leben­squote steigern kann.

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Lebererkrankungen

L-Car­nitin hat sich bestens zum Schutz und Auf­bau von Leberzellen bewährt, wird u.a. aus dem Grund im Falle von Alko­holis­mus einge­set­zt. Eine geschwächte, kranke Leber ver­liert das Poten­tial, hin­re­ichend L-Car­nitin zu syn­thetisieren. Hier emp­fiehlt es sich daher aus mehreren Grün­den auf L-Car­nitin-Nahrungsergänzungsmit­tel zurück­zu­greifen!

 

 

L-Carnitin und die Wirkung bei Diabetes

L-Car­nitin ist im Falle von Dia­betes sowohl pro­fi­lak­tisch, als auch ther­a­peutisch wirk­sam.

 

 

L-Carnitin vorbeugend bei Diabetes

Dadurch, dass L-Car­nitin zur Ver­bren­nung der freien Fettsäuren beiträgt, steigt die Wirkung des kör­pereige­nen Insulins, was zur Vor­beu­gung von Dia­betes (Zuck­erkrankheit) beiträgt.

 

 

L-Carnitin therapiebegleitend bei Diabetes

Im Durch­schnitt liegt der L-Car­nitin-Spiegel beim Dia­betik­er unter der Norm, beson­ders wenn er auf Insulin zurück­greifen muss. Auf der anderen Seite aber verbessert L-Car­nitin die Wirkung von Insulin.
L-Car­nitin bee­in­flusst pos­i­tiv das Blutzuck­erver­hal­ten im Tagesver­lauf und senkt hohe Cho­les­ter­in­werte. Es senkt das Stresshormon Cor­ti­sol sowie TNF und NO, die die Dia­bete­serkrankung ver­schlim­mern.
Der erhöhte Zuck­er­spiegel beim Dia­betik­er schädigt die Blut­ge­fäße und den Herz­muskel selb­st. L-Car­nitin hat sich als herzkräfti­gend her­aus­gestellt und erhöht die Durch­blu­tung des Herz­muskels, sollte also auch aus diesem Aspekt her­aus ther­a­piebe­glei­t­end ange­wandt wer­den.

Acetyl-L-Car­nitin ver­mag den neg­a­tiv­en Fol­gen, die auf­grund ein­er Unter­ver­sorgung der Augen­net­zhaut mit Energie ent­standen sind, vorzubeu­gen bzw. diese teil­weise wieder zu rev­i­dieren.
Zu sehr unan­genehmen Begleit­erkrankun­gen bei Dia­betes zählt z.B. die s.g. dia­betis­che Neu­ropathie, eine Ner­ven­schädi­gung die sehr schle­ichend beim Dia­betik­er Prob­leme bere­it­et und sog­ar zur Ampu­ta­tion von Glied­maßen führen kann. L-Car­nitin verbessert die Sig­nalüber­tra­gung der Ner­ven und schützt deren Zellen — kann dazu also beitra­gen, diesen Begleit­erkrankun­gen von Dia­betes vorzubeu­gen.

Die s.g. periph­ere Neuor­pathie kann eben­falls zu Poten­zprob­le­men bei männlichen Dia­betik­ern führen. In Stu­di­en kon­nte Acetyl-L-Car­nitin (ALC) diesem Prob­lem bei lediglich 1500mg pro Tag erfol­gre­ich begeg­nen.

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Krebs

L-Car­nitin ent­fal­tet seine Wirkung bei Krebs über mehrere Mech­a­nis­men. Zunächst stärkt es nach­weis­lich unser Immun­sys­tem, das stets eine primäre Rolle im Kampf gegen Krebs ein­nimmt.
Desweit­eren wirkt sich L-Car­nitin ent­gif­tend aus, kann also bes­timmte tox­is­chen Sub­stanzen aus dem Kör­p­er ent­fer­nen, die nicht sel­ten als Verur­sach­er der Tumor­erkrankung fungieren.
L-Car­nitin kann aber noch mehr gegen Krebs anricht­en, es kann die Neben­wirkun­gen von Chemother­a­pie schmälern und die gesun­den Zellen stärken. Sehr empfehlenswert ist in diesem Zusam­men­hang auch organ­is­ches Ger­ma­ni­um.

Wirkung von L-Carnitin bei Niereninsuffizienz

Patien­ten, die auf­grund ein­er Nieren­erkrankung auf Dial­yse angewiesen sind, laufen Gefahr, ver­stärkt unter L-Car­nitin-Man­gel zu lei­den. Dies hängt mit der Tat­sache zusam­men, dass die Dial­yse unkon­trol­liert große Men­gen an L-Car­nitin mit aus den Nieren auss­chwemmt. Der Kör­p­er kann mit der Pro­duk­tion nicht nachkom­men, akuter L-Car­nit­in­man­gel mit all seinen Fol­gen dro­ht! Hier ist eine zusät­zliche Ein­nahme von L-Car­nitin über qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Nahrungsergänzungsmit­tel unbe­d­ingt angezeigt.

 

 

Wirkung von L-Carnitin beim Post-Polio-Syndrom

Das Post-Polio-Syn­drom ist gekennze­ich­net durch Muskelschwäche und wird von chro­nis­chen Schmerzen begleit­et. In Stu­di­en kon­nten 1–2g L-Car­nitin am Tag bei den Proban­den zu ein­er Steigerung der Kraft um 67% und der Aus­dauer um 70% führen. Die Müdigkeit hat sich außer­dem um 28% verbessert und die Schmerzen ließen um 57% nach.

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Muskelschwund

Wie wir noch im Menüpunkt “L-Car­nitin beim Sport” lesen wer­den, wirkt L-Car­nitin sowohl antikatabol (vor Muske­lab­bau schützend) als auch anabol, also muske­lauf­bauend. Damit der Kör­p­er aus den eige­nen Reser­ven 1g L-Car­nitin her­stellen kann, muss er rund 30g Muskel­masse dafür abbauen. Eine zusät­zliche Zufuhr von L-Car­nitin wirkt sich also muskelschützend aus, was den antikatabolen Effekt erk­lärt.
L-Car­nitin verbessert dabei die Energiev­er­sorgung der Myofib­rillen, ermöglicht höhere Belas­tun­gen und wirkt der vorzeit­i­gen Ermü­dung ent­ge­gen. Alles in allem stellt sich L-Car­nitin als opti­mal dar, um gegen Muskelschwund anzuar­beit­en.

 

 

L-Carnitin´s Wirkung bei Osteoporose

Neben Kalz­i­um und Vit­a­min D scheint L-Car­nitin die Knochen­struk­tur zu stärken, wie Tierver­suche ein­deutig nachgewiesen haben. Offen­sichtlich steigert L-Car­nitin die Syn­these der knochenauf­bauen­den Zellen, auch Osteoblas­ten genan­nt.

 

 

Wirkung von L-Carnitin bei Raucherbein und Geschwüren

Auch hier wirkt L-Car­nitin mul­ti­fak­to­riell, denn zum einen wird die Durch­blu­tung und Zell­stof­fwech­sel gefördert, Infek­tio­nen effizien­ter bekämpft, Wun­den kön­nen bess­er ausheilen, Blut­fluss opti­miert.

 

 

Wirkung von L-Carnitin auf seelische Verfassung

Acetyl-L-Car­nitin erhöht die Ner­ven­erreg­barkeit der Ner­ven­boten­stoffe Sero­tonin und Acetyl­cholin, nor­mal­isiert daher den Stof­fwech­sel des “Glück­shormons” Sero­tonin und kann eine gesunde Alter­na­tive zu schädlichen Anti­de­pres­si­va darstellen.

 

 

Wirkung von L-Carnitin auf die Fruchtbarkeit

L-Car­nitin emp­fiehlt sich eben­falls zur Förderung der Kinderzeu­gung. Män­ner, die über zu wenig Sper­mien im Ejaku­lat ver­fü­gen oder aber deren Sper­mien nicht hin­re­ichend aktiv sind, kann L-Car­nitin eine echte Hil­fe darstellen und die Frucht­barkeit steigern. Stu­di­en kon­nten dies­bezüglich einen pos­i­tiv­en Effekt nach 3–6 Monat­en regelmäßiger Ein­nahme von 1g L-Car­nit­in/­Tag.

Nen­nenswert in dem Zusam­men­hang ist die Tat­sache, dass Sper­mien große Men­gen an Acetyl-L-Car­nitin spe­ich­ern und Acetyl-L-Car­nitin (ALC) die einzige Energieform darstellt, die den Sper­mien zur Befruch­tung der weib­lichen Eizelle dienen.

Sel­biges ver­mutet man von der Eizelle der Frau, die wahrschein­lich über eine effizien­tere Energiezu­fuhr, die über L-Car­nitin gewährleis­tet wird, die Ein­nis­tung der befruchteten Samen­zelle in der Gebär­mut­ter erle­ichtert. Im Tierver­such kon­nte eine höhere Frucht­barkeit um 10–15% bestätigt wer­den. *4

L-Carnitin während der Schwangerschaft?

 

Darf, oder sollte man evtl. sogar während der Schwangerschaft L-Carnitin einnehmen?

Im Menü “Wirkung von L-Car­nitin”, haben wir aus­führlich erläutert, warum L-Car­nitin das Mit­tel der Wahl darstellt, wenn es darum geht, Frucht­barkeit von Mann und Frau zu erhöhen und eine Schwanger­schaft über­haupt zu ermöglichen.

Wie bei allen Nahrungsergänzungsmit­teln, fragt sich die wer­dende Mut­ter, ob eine Ein­nahme während der Schwanger­schaft erlaubt ist oder aber Schaden anricht­en kön­nte.

Let­zteres kann verneint wer­den, viel inter­es­san­ter ist aber der Punkt der Notwendigkeit ein­er zusät­zlichen Ein­nahme von L-Car­nitin während der Schwanger­schaft, und zwar sowohl für die wer­dende Mut­ter als auch für das her­an­reifende Kind!

 

 

Wirkung von L-Carnitin während der Schwangerschaft

Während der Schwanger­schaft schei­det die wer­dende Mut­ter ver­stärkt L-Car­nitin über den Urin aus, desweit­eren zapft der Fötus im Mut­ter­leib L-Car­nit­in­re­ser­ven für sich an. Sobald die Mut­ter­milch pro­duziert wird, wird eben­falls zur Anre­icherung dieser L-Car­nitin aus dem Kör­p­er der Frau ent­zo­gen.

All dies führt bei Schwan­geren zu einem L-Car­nit­in­man­gel auf 1/3tel des L-Car­nitin­spiegels vor der Schwanger­schaft, der bere­its ab der 12 Schwanger­schaftswoche zu beobacht­en ist. Ein L-Car­nit­in­man­gel, dem die wer­dende Mut­ter aber über bewusste Zufuhr von L-Car­nitin aus zwei Grün­den begeg­nen sollte:

    • um selb­st keinen L-Car­nitin-Man­gel zu erfahren (Müdigkeit, Kraft­losigkeit und vorzeit­ige Erschöp­fung sind häu­fig Symp­tome dafür)
  • um dem sich entwick­el­nden Kind das für dessen Entwick­lung so wichtige L-Car­nitin zukom­men zu lassen, das u.a. für das Wach­s­tum benötigt wird

L-Car­nitin wird benötigt für eine nor­male Entwick­lung von Muskeln, Herz und Lunge des Embryos.
Über eine zusät­zliche Gabe von L-Car­nitin an Schwan­gere, kon­nten Prof. Lohninger und Prof. Salz­er in Wien die Lun­genen­twick­lung der Kinder stim­ulieren, was zu weniger Atem­symp­tomen führte. *5


Zusam­menge­fasst emp­fiehlt sich die zusät­zliche Ein­nahme von L-Car­nitin während der Schwanger­schaft aus fol­gen­den Grün­den :
 *6

    1. um den erhöht­en L-Car­nitin-Bedarf während der Schwanger­schaft zu deck­en und einem L-Car­nit­in­man­gel im Blut und Gewebe vorzubeu­gen
    1. um die eingeschränk­te Fettver­bren­nung der Mut­ter zu unter­stützen und zu steigern
    1. um die erhöht­en freien Fettsäuren im Blut von Schwan­geren zu senken, wodurch dem Risiko ein­er Stof­fwech­se­lent­gleisung und der Entwick­lung von Ges­ta­tions­di­a­betes ent­ge­gengewirkt wird
    1. Um die Rei­fung des Kindes, vor allem die Entwick­lung der Lunge und der Atem­funk­tion zu ver­stärken
    1. Um den L-Car­nitin­spiegel in den Geweben des Kindes zu steigern und damit die Energiegewin­nung aus Fett nach der Geburt zu erle­ichtern
    1. Um die Entwick­lung der Muskel­masse des Kindes zu unter­stützen und damit die Lebens­fähigkeit des Kindes zu fördern
  1. Um die Umstel­lung der Energiegewin­nung nach der Geburt zu erle­ichtern und dadurch die Gewichtsab­nahme bei Frühge­bore­nen zu ver­ringern

Zum Aus­gle­ich eines L-Car­nitin-Man­gels während der Schwanger­schaft gibt es einige Stu­di­en, die aber der 12ten oder 20ten Woche eine Ein­nahme von 2–3g L-Car­nit­in/­Tag enthiel­ten. *7

Wer den­noch unsich­er ist, dem gibt evtl. das State­ment der Arzneimit­tel­mono­gra­phie für L-Car­nitin während der Schwanger­schaft hin­re­ichende Sicher­heit:

Da es sich bei L-Car­nitin um eine köpereigene Sub­stanz han­delt, sind Kom­p­lika­tio­nen während der Schwanger­schaft nicht zu erwarten.” *8

 

 

weitere Nährstoffe, die während einer Schwangerschaft eine primäre Rolle spielen

Neben L-Car­nitin sollte die wer­dende Mut­ter auf hin­re­ichende Zufuhr der fol­gen­den Nährstoffe acht­en:

  • Vit­a­min C
  • Vit­a­min E
  • Omega 3 Fettsäuren
  • Zink
  • Eisen
  • Mag­ne­sium
  • Kalz­i­um
  • Jod
  • Fol­säure

Wirkung von L-Carnitin beim Sport

 

Wie wirkt sich L-Carnitin beim Sport aus?

L-Car­nitin ist seit den frühen 80ern fes­ter Bestandteil der Nahrungsergänzung von Leis­tungs- und Profis­portlern. Erst­ma­lig sorgt es in Sportlerkreisen für Furore, als es ital­ienis­chen Aus­dauer­sportlern bei der Olympiade 1980 in Moskau zu uner­warteten Platzierun­gen ver­hil­ft und 1982 wiederum der ital­ienis­chen Fußball­na­tional­mannschaft nach eigen­em Bekun­den dabei ver­hil­ft, Welt­meis­ter zu wer­den.

Eine Sub­stanz wie L-Car­nitin, die opti­mal die Nahrungs­fette zur Energiev­er­wen­dung in die Mito­chon­drien der Musku­latur schleust, als Neben­ef­fekt Glukos­espe­ich­er schont, ist qua­si dafür prädes­tiniert, um sportliche Leis­tung sig­nifikant zu erhöhen!

Inter­es­san­ter­weise steigert L-Car­nitin nicht nur die aer­obe Leis­tungs­fähigkeit, son­dern schützt bei kraft­be­ton­ter (anaer­ober) Muskel­beanspruchung vor Muskelver­let­zun­gen, ver­hin­dert Muskelkater, erhöht die anaer­obe Leis­tungs­fähigkeit und ver­hil­ft zu einem sig­nifikan­ten Muskelzuwachs an fet­tarmer Muskel­masse.

 

 

Die Vorzüge des L-Carnitins für Sportler lassen sich wie folgt charakterisieren:

    • effizien­tere Herzarbeit, hier­aus resul­tierend niedriger­er Puls während kör­per­lich­er Belas­tung
    • Steigerung der Durch­blu­tung, ver­stärk­te Ver­sorgung der Musku­latur und der Organe mit Sauer­stoff (Durch­blu­tung der Beine kann um >8% gesteigert wer­den)
    • Steigerung der Atem­fre­quenz
    • Anzahl der roten Blutkör­perchen wird erhöht und deren Lebens­dauer ver­längert
    • VO2max (max­i­male Sauer­stof­fauf­nah­me­fähigkeit) wird um 6 -11% erhöht
    • Reduk­tion der Linksh­erzhy­per­tro­phie, die zu Herzprob­le­men beson­ders bei anaer­oben Sportarten führen kann (“Pres­sat­mung”)
    • Senkung des Lak­tat­spiegels (Milch­säurespiegel)
    • Senkung des Cor­ti­sol­spiegels
    • Senkung der Cre­at­in­phos­pho­k­i­nase
    • Erhöhung der Fettsäure­ox­i­da­tion
    • Erhöhung des Gyko­gen­spe­ich­ers
    • Verbesserung des Glu­coses­tof­fwech­sels, Scho­nung der Glu­cosespe­ich­er
    • Verzögerung der Glu­co­neo­ge­nese (Anzapfen der Musku­latur zur Energiegewin­nung)
    • Scho­nung der Aminosäuren­spe­ich­er, vor allem BCAAs (es ste­hen mehr Aminosäuren zur Pro­tein­syn­these bzw. Muske­lauf­bau zur Ver­fü­gung!)
    • Erhöhung der ATP-Pro­duk­tion
    • Pro­teinzu­fuhr bed­ingte L-Car­nitin-Auss­chöp­fung wird kom­pen­siert
    • Senkung der Auss­chüt­tung der Stressen­zyme währen sportlich­er Betä­ti­gung
    • Senkung des Pyru­vat­spiegels im Plas­ma
    • Erhöhung der psy­chis­chen und physis­chen Leis­tungs­bere­itschaft
    • Stärkung der Psy­che bei hohen Train­ings- und Wet­tkampf­be­las­tun­gen
    • Verkürzung der Regen­er­a­tionszeit­en zwis­chen den Train­ing­sein­heit­en und Wet­tkämpfen
    • Steigerung der Enzyme der Atmungs­kette
    • Opti­mierung der Zwer­ch­fell­funk­tion, ver­bun­den mit Verbesserung der Bauchat­mung und Reduk­tion der Seit­en­stiche
    • Erhöhung der Aus­dauer­leis­tungs­fähigkeit, sowohl bei Langzeitaus­dauer, Kurzzeitaus­dauer als auch Spurts
    • Reduzierung der physis­chen und men­tal­en Erschöp­fung beim Sport
    • Unter­stützung der kör­pereige­nen Endor­phine
    • Unter­drück­ung des schädlichen Ammo­ni­ak
    • Schutz des Immun­sys­tems bei extrem hohen Belas­tun­gen
    • Steigerung der Pro­tein­syn­these
    • Erhöhung der muskulären Kraft, auch im anaer­oben Bere­ich
    • Steigerung des Anabolis­mus
    • Unter­drück­ung des Katab­o­lis­mus
    • Erhöhung der fet­tfreien Muskel­masse, beson­ders der Typ-1-Muskelfasern, ähn­lich wie wir es auch von Kolostrum her ken­nen
    • Senkung der Ver­let­zungsan­fäl­ligkeit
  • Vor­beu­gung von Muskelkater

Abnehmen mit L-Carnitin

 

Fettverbrennung steigern und schneller abnehmen mit L-Carnitin

Die wohl häu­fig­ste Indika­tion für die Anwen­dung von L-Car­nitin ist das Übergewicht sowie die aus der zusät­zlichen Ein­nahme von L-Car­nitin erwün­schte Förderung des Fettstof­fwech­sels. Viele erhof­fen sich eben­falls andere fig­urliche Aspek­te, wie z.B. Ver­schwinden der Cel­lulite (auch Orangen­haut genan­nt).

 

 

Kann man mit L-Carnitin besser abnehmen?

Die Frage, ob L-Car­nitin Fettver­bren­nung steigern und beim Abnehmen helfen kann, lässt sich aus der heuti­gen wis­senschaftlichen Sicht mit einem klaren “JA!” beant­worten.

Um sämtliche Illu­sio­nen erst gar nicht aufkom­men zu lassen, ver­mag L-Car­nitin zwar Fettsäuren zu trans­portieren, es kann diese aber nicht von allein freiset­zen (ver­bren­nen)!

 

 

Freisetzung von Fettsäuren

Was bedeutet dies konkret? Die Freiset­zung der Fettsäuren kann nur erfol­gen, wenn man wahlweise zu frag­würdi­gen Mit­teln wie Yohim­bin, Clen­buterol und Ephedrin greift, oder aber gesun­der­weise sich dazu entschließt, die Freiset­zung über eine aer­obe Train­ing­sein­heit (Fahrrad­fahren, Joggen, Nordic Walk­ing, Schwim­men mit mäßiger Belas­tung) zu real­isieren.

Hier hat sich eine Train­ings­dauer von >60min aer­obe Belas­tung bestens bewährt.


Codex Humanus - Das Buch der Menschlichkeit


 

 

In vitro Studien bestätigen die Wirkung von L-Carnitin auf die Fettverbrennung

In mehreren in-vit­ro-Stu­di­en (im Labor an tierischen oder men­schlichen Zellen), kon­nte L-Car­nitin ein­deutige fettver­bren­nende Wirkung nach­weisen, in Leberzellen um 250–400%, in der Skelettmusku­latur um 13%.

 

 

In vivo Studien zur Steigerung der Fettverbrennung mit Hilfe von L-Carnitin

In s.g. in-vivo-stu­di­en (Stu­di­en an leben­den Krea­turen), kon­nte im Tierver­such die Ver­bren­nung der mit­telket­ti­gen Fettsäure Kapron­säure um 7% gesteigert wer­den, die Ver­bren­nung von Palmitin­säure um 43% gesteigert wer­den.

Beim Men­schen kon­nten Forsch­er (Heller 1996) eine gesteigerte Fettver­bren­nung nach­weisen, die orale Verabre­ichung von 3000mg L-Car­nitin täglich über 21 Tage kon­nte bei Sportlern die Fettver­bren­nung erhöhen (Lebrun 1984).

Mit Hil­fe von s.g. istopen­markierten Sub­stanzen kon­nte schließlich ein­deutig der Nach­weis erbracht wer­den, dass oral verabre­icht­es L-Car­nitin die Fettver­bren­nung steigert.

 

 

L-Carnitin Einnahme zum Zwecke des Abnehmens

Die tägliche Zufuhr sollte dabei bei 2000–3000mg täglich liegen, verteilt auf 3–4 Gaben pro Tag, um einen möglichst kon­stan­ten L-Car­nitin-Spiegel zu gewährleis­ten.

L-Carnitin Anti-Aging

 

L-Carnitin hält Alterung auf und kann sogar die Folgen der Alterung revidieren

 

Gründe für Alterung

 

Freie Radikale lassen unsere Zellen altern

L-Car­nitin hält Alterung (Anti­ag­ing) auf.
Inner­halb der Alterung spie­len s.g. freie Radikale eine zen­trale Rolle. Es han­delt sich dabei um schädliche Sauer­stof­fverbindun­gen, die in hohen Konzen­tra­tio­nen unsere Kör­perzellen, Zellmem­bra­nen und sog­ar unsere DNS angreifen.

Um Krankheit­en und biol­o­gis­ch­er Alterung vorzubeu­gen, ist daher ein s.g. “oxida­tives Gle­ichgewicht” die ober­ste Prämisse, ein Gle­ichgewicht also zwis­chen der unver­mei­dlichen Entste­hung von freien Radikalen ein­er­seits und schützen­den Antiox­i­dantien ander­er­seits.

Die freien Radikale sind teil­weise unumgänglich, so wird z.B. 3% unser­er Atem­luft zu schädlichen freien Radikalen, aber auch Sonnene­in­strahlung (UV-Strahlen) und Nahrung erzeugt schädliche, freie Radikale.

Völ­lig macht­los gegenüber ste­hen wir diesen zer­störerischen Sauer­stof­fverbindun­gen, die zur schädi­gen­den Zel­lox­i­da­tion führen, zum Glück nicht. Denn ein­er­seits kön­nen wir die Entste­hung der freien Radikale pos­i­tiv bee­in­flussen, in dem wir z.B. das Rauchen sowie den Alko­holkon­sum mei­den, tierische Fette in der Nahrung ein­schränken, kün­stliche Sonnene­in­strahlun­gen (Solar­i­um) ver­mei­den, über­triebe­nen Leis­tungss­port ein­schränken uvm.

Ander­er­seits ste­hen uns zahlre­iche sehr potente Beschützer unser­er Zellen in Form s.g. “Antiox­i­dantien” zur Ver­fü­gung, so z.B. in Form von Vit­a­min C, OPC, Coen­zym Q10, Beta-Carotin, Selen, Alpha-Lipon­säure, L-Carnosin u.a.

 

 

Verzuckerung (Glykolisierung) lässt unser Gewebe altern

Ein zweit­er entschei­den­der Mech­a­nis­mus der Alterung ist die s.g. “Glykolisierung”. Hier­bei han­delt es sich um über­schüs­si­gen Zuck­er, der sich mit unseren Kör­per­pro­teinen verbindet und deren Funk­tion nach­haltig stört — dieses macht sich nicht nur äußer­lich in Form von Fal­ten bemerk­bar, son­dern führt eben­falls inner­lich zum Nach­lass etwaiger Funk­tio­nen, die man dann dem Prozess der Alterung zuschreibt.

L-Car­nitin, beson­ders die bioak­tivste Form Acetyl-L-Car­nitin, ver­mag bei­den Mech­a­nis­men der Alterung zu trotzen, in dem es sowohl die Zellen vor freien Radikalen schützt, als auch vor Glykolisierung schützt.

 

 

L-Carnitin´s Mechanismen gegen Alterungsprozesse in Einzelnen

Zusam­men­fassend kann man die fol­gen­den Mech­a­nis­men benen­nen, über die L-Car­nitin dem Alterung­sprozess ent­ge­gen­wirkt:

  • Schutz vor Angrif­f­en freier Radikale
  • Erneuerung ander­er, aufge­brauchter freier Radikale (z.B. Alpha-Lipon­säure)
  • Steigerung ander­er Antiox­i­dantien (z.B. Glu­tathion)
  • Reduk­tion des oxida­tiv­en Stress
  • Zer­störung von freien Radikale
  • schützt Omega-3-Fettsäuren vor Zer­störung freier Radikale
  • Ent­ge­gen­wirken der Glykolisierung (Verzuckerung der kör­pereige­nen Pro­teine)
  • Steigerung der kog­ni­tiv­en Fähigkeit­en
  • Wirkung gegen Alzheimer und Demenz (Erin­nerungsver­mö­gen, Sprachfind­ung, Ori­en­tierungssinn wird u.a. verbessert)

 

 

die aufsehenerregende Nicuta-Regenerationstherapie

In einem auf­se­hen­erre­gen­den Exper­i­ment haben die Forsch­er der namhaften Uni­ver­si­ty of Cal­i­for­nia mit ein­er Kom­bi­na­tion von Acetyl-L-Car­nitin und Alpha-Lipon­säure Erstaunlich­es ent­deckt: die Kör­perzellen der Ver­such­stiere haben, ein­wand­frei unter dem Elek­tro­nen­mikroskop zu erken­nen, die Struk­tur jugendlich­er Zellen angenom­men — etwas das selb­st renom­mierte Zell­bi­olo­gen wie Prod. Dr. Bruce. N. Ames sprach­los machte. Um es mit den Worten des Dr. Tory M.Hagen zu schildern, einem Bio­medi­zin­er, der an den Ver­suchen eben­falls beteiligt war:

Auf den Men­schen über­tra­gen würde die Wirkung der Sub­stanzen aus einem 75 bis 80 Jahre alten Men­schen eine Per­son mit­tleren Alters machen.”

Die alterss­chwachen Rat­ten legten bere­its nach einem Monat Behand­lung von Acetyl-L-Car­nitin (ALC) und Alpha-Lipon­säure jun­gendliche Ver­hal­tens­muster an den Tag, die Leis­tungs- und Gedächt­nis­tests schlossen sie mit Bravur ab und reagierten dabei wie ihre jun­gen Artgenossen.

Sehr bald legten Sie das starke Paarungsver­hal­ten junger Tiere an den Tag und über­lebten die Ver­gle­ichs­gruppe nicht­be­han­del­ter Artgenossen um Einiges.

Die Forsch­er schlossen daraus, dass die Kom­bi­na­tion von Acetyl-L-Car­nitin mit Alpha-Lipon­säure syn­er­getisch zu ein­er Reduk­tion des oxida­tiv­en Stress­es führt und die Schä­den der RNA/DNA nicht nur ver­langsamt, son­dern gar ver­hin­dert — und was viel auf­se­hen­erre­gen­der ist: teil­weise wieder rück­gängig macht!

Um es mit den Worten von Prof. Dr. Ames auszu­drück­en:

die alten Rat­ten tanzten den Macare­na!”

Damit haben die US-amerikanis­chen Forsch­er die Erken­nt­nisse des deutsch-rumänis­chen Regen­er­a­tions­forsch­ers und Arztes Dr. Dann Nicu­ta bestätigt, mit dem Unter­schied, dass dieser sein­erzeit glaubte, eine dritte Sub­stanz (Pro­cain) im Bunde hätte für die auss­chlaggeben­den Ver­jün­gungsmech­a­nis­men gesorgt.

Die Studie, die unter “Dietary sup­ple­ments make old rats youth­ful, may help reju­ve­nate aging humans, accord­ing to UCBerke­ley study” veröf­fentlicht wurde, kann man übri­gens bei der Uni­ver­si­ty of Cal­i­for­nia, Berkeley/USA unter der Pub­lika­tion­snr: 510–643-6998 (Kon­takt: Robert Sanders) anfordern. Desweit­eren sind die Arbeit­en von Dr. Ames et al. In der Feb­ru­ar-Aus­gabe der Pro­ceed­ings oft he Nation­al Acad­e­my of Sci­ences USA (PNAS) pub­liziert wor­den.

L-Carnitin — Studien

 

Studien zu L-Carnitin und Acetyl-L-Carnitin?

L-Car­nitin gehört zu den Sub­stanzen, deren Erforschung sich die Wis­senschaft mit großem Inter­esse wid­met. Ins­ge­samt gibt es weltweit über 9000 Stu­di­en und wis­senschaftliche Arbeit­en zu L-Car­nitin, es fol­gt ein klein­er Auszug.

 

 

Studien zur Fettverbrennung mit Hilfe von L-Carnitin

 

L-Carnitin beschleunigt den Fettstoffwechsel und hilft so beim Abnehmen:

Stu­di­en­leitungZahl der Proban­denL-Car­nitin-Dosis/­TagDauer der DiätWirkung mit Place­boWirkung mit L-Car­nitinGewichts- ver­lust mit L-Car­nitin in %
Siani (1984)283000mg4 Wochen7,1 kg9,1 kg-22%
Lurz und Fis­ch­er (1998)1003000mg4Wochen3,5kg4,5 kg-25%
Ell­rot und Pudel (2003)403000mg12 Wochen16,1 kg18,6 kg-22%

 

 

In vivo Studien zur Steigerung der Fettverbrennung mit Hilfe von L-Carnitin

In s.g. in-vivo-stu­di­en (Stu­di­en an leben­den Krea­turen), kon­nte im Tierver­such die Ver­bren­nung der mit­telket­ti­gen Fettsäure Kapron­säure um 7% gesteigert wer­den, die Ver­bren­nung von Palmitin­säure um 43% gesteigert wer­den.

Beim Men­schen kon­nten Forsch­er (Heller 1996) eine gesteigerte Fettver­bren­nung nach­weisen, die orale Verabre­ichung von 3000mg L-Car­nitin täglich über 21 Tage kon­nte bei Sportlern die Fettver­bren­nung erhöhen (Lebrun 1984).

Mit Hil­fe von s.g. istopen­markierten Sub­stanzen kon­nte schließlich ein­deutig der Nach­weis erbracht wer­den, dass oral verabre­icht­es L-Car­nitin die Fettver­bren­nung steigert. Diese Erken­nt­nis gilt seit­dem als Fakt!

 

 

Studien zur Fettverbrennung und gleichzeitigem Muskelaufbau mit L-Carnitin

L-Car­nitin fördert in vie­len Stu­di­en die Fettver­bren­nung und gle­ichzeit­ig den Auf­bau fet­tfreier Muskel­masse.

Ahmad S et. al. (1990), Bradley (1996), Gross (1998)

 

 

Studien zum erhöhten Muskelaufbau mit Hilfe von L-Carnitin

Mehrere Stu­di­en kon­nten sig­nifikant erhöht­en Muske­lauf­bau mit Hil­fe von L-Car­nitin bezeu­gen.

Spag­no­li, Ahmad, Wohlers et.al

 

 

Studien zur Leistungssteigerung von L-Carnitin beim Sport

Es existieren über 40 Stu­di­en, die L-Car­nitin eine ein­deutige Leis­tungssteigerung bescheinigt.

Ein klein­er Auszug:

 

 

L-Carnitin steigert im Tierversuch die Laufgeschwindigkeit und Ausdauer

Bere­its nach 10 Tagen der Anwen­dung kon­nte Acetyl-L-Car­nitin (ALC) im Tierver­such die max­i­male Laufgeschwindigkeit sowie Aus­dauer­leis­tungs­fähigkeit erhöhen.

Sei­ful­la 1993

 

 

L-Carnitin steigert die Leistung von Radfahrern um 11–19% und senkt die Regenerationszeit

An der Uni­ver­sität von Basel kon­nte unter der Leitung von Prof. Wal­ter eine Leis­tungssteigerung bei Rad­fahrern in allen Test­durch­läufen zwis­chen 11% und 19% gesteigert wer­den im Ver­gle­ich zum Place­bo (Schein­medika­ment).
Desweit­eren wurde eine Kraftzu­nahme sowie Beschle­u­ni­gung der Regen­er­a­tion beobachtet.

 

 

Studien zur Vorbeugung der Alterung und zur Wiederverjüngung mit L-Carnitin

 

Acetyl-L-Carnitin repariert DNA-Schäden

L-Car­nitin ver­mag in Stu­di­en in periph­eren Blut­lym­phozyten die durch alkylierende Stoffe und Sauer­stof­fradikale verur­sacht­en Schä­den an unserem Erbgut, der DNA, zu repari­eren.

Boer­rigter METI Car­cino­gen­e­sis 1993

 

 

ALC wirkt der Lipid-Peroxidation entgegen, die mit Alterung des Hirns einhergeht

Cho­les­terin führt über Lipid-Per­ox­i­da­tion zur Alterung des Gehirns. In Stu­di­en kon­nte Acetyl-L-Car­nitin (ALC) dem Mech­a­nis­mus der Per­ox­i­da­tion ent­ge­gen­wirken und kann so der alters­be­d­ingten Demenz ent­ge­gen­wirken.

Ari­en­ti 1992

 

 

Acetyl-L-Carnitin (ALC) rettet alternde Nervenzellen

Über die Opti­mierung der nootropen Fak­toren ver­mag ALC alternde Ner­ven­zellen vor ihrem Zell­tod zu bewahren.

Taglialatela 1991

 

 

Wirkung von Acetyl-L-Carnitin bei Demenz

ALC kon­nte in ein­er Dop­pel­blind­studie eine sig­nifikante Senkung des für Alzheimer typ­is­chen Zer­falls der Hirnzellen gegenüber dem Place­bo unter Beweis stellen.

Pet­te­grew 1995

 

 

Acetyl-L-Carnitin schützt vor Demenz

In Stu­di­en kon­nte Acetl-L-Car­nitin eine höhere Aktiv­ität als das Medika­ment Pirac­etam, das gegen Demenz ver­schrieben wird.

Sin­fo­ri­ani 1990

 

 

Acetyl-L-Carnitin schützt vor Alzheimer

ALC erhöht die Aktiv­ität der ALC-Trans­ferase im Hirn der Alzheimer-Patien­ten und kann damit dem Hirnzel­lun­ter­gang ent­ge­gen­wirken.

Kalar­ia 1992

 

 

Studien zur Wirkung von L-Carnitin gegen Depressionen

 

Acetyl-L-Carnitin (ALC) hilft gegen Depressionen

In Stu­di­en kon­nte die biol­o­gisch aktivste Form des L-Car­nitins, das Acetyl-L-Car­nitin, die Behand­lung von Depres­sio­nen unter­stützen.

Nasca 1989, Gecele 1991

 

 

Studien von L-Carnitin zum Thema Schlaganfall

 

Acetyl-L-Carnitin schützt vor Reperfusionsschäden und damit vor Schlaganfall

Acetyl-L-Car­nitin kann vor den auf­grund von Durch­blu­tungs­man­gel auftre­tenden Gewebeschä­den schützen, wie sie z.B. nach Infark­ten auftreten. Desweit­eren kön­nen diese Reper­fu­sion­ss­chä­den zu Schla­gan­fälle führen.

Rosen­thal 1992

 

 

Acetyl-L-Carnitin verbessert die Rehabilitation nach einem Schlaganfall

Nach einem Schla­gan­fall verbesserte Acetyl- L-Car­nitin kog­ni­tive Funk­tio­nen, so auch das Gedächt­nis. Dadurch verkürzt sich sig­nifikant die Reha­bil­i­ta­tion­sphase nach einem Schla­gan­fall.

Arri­go 1990

Studien zu Wirkung von L-Carnitin bei Herzkreislauferkrankungen

 

Acetyl-L-Carnitin beugt dem Sauerstoffmangel im Herzmuskel vor

ALC kon­nte in Stu­di­en unter Beweis stellen, dass es im Herz­muskel einem Sauer­stoff­man­gel vor­beu­gen kann.

Paul­son 1984

 

 

Acetyl-L-Carnitin verbessert die Membranfunktionen des Herzmuskels

In Stu­di­en kon­nte Acetyl-L-Car­nitin (ALC) den Rück­gang des Phos­phat-Car­ri­ers rev­i­dieren, damit die Energieüber­tra­gung inner­halb des Herz­muskels verbessern.

Paradies 1992

 

 

Acetyl-L-Carnitin erfolgreich gegen die Schaufensterkrankheit

In Stu­di­en steigerte das Acetyl-L-Car­nitin die Bein­durch­blu­tung und wirk­te der periph­eren arteriellen Ver­schlusskrankheit, der s.g. “Schaufen­sterkrankheit” ent­ge­gen.

Anmerkung: bei arteriellen Prob­le­men ist auch Granat­apfel-Saft sehr zu empfehlen!

Bagliani 1985

 

 

L-Carnitin hilft beim Post-Polio-Syndrom

Das Post-Polio-Syn­drom ist gekennze­ich­net durch Muskelschwäche und Schmerzen. 1–2g L-Car­nitin am Tag führten bei den Patien­ten in Stu­di­en zu ein­er Steigerung der Kraft um 67%, der Aus­dauer um 70%. Die Müdigkeit hat sich außer­dem um 28% verbessert und die Schmerzen ließen um 57% nach.

Dr. Thomas Lehmann-Buri: “L-Car­nitin bei Poliomyelitis-Spät­fol­gen”, 1992/93.

 

 

Acetyl-L-Carnitin in Studien erfolgreicher als andere L-Carnitin-Formen

Auf­grund des vorhan­de­nen Acetyl-Anteils, wird Acetyl-L-Car­nitin (ALC) sehr viel leicht absorbiert und gelangt so schneller ins Blut. Desweit­eren wirkt Acetyl-L-Car­nitin effizien­ter als gewöhn­lich­es L-Car­nitin und die Auf­nahme wird nicht durch hohes Alter der ein­nehmenden Per­son eingeschränkt, wie es beim nor­malen L-Car­nitin der Fall ist.

Mac­cari 1990

 

 

Studien zu L-Carnitin im Hinblick auf Stärkung des Immunsystems

 

Acetyl-L-Carnitin steigert in Studien das Immunsystem

ACL kon­nte in Stu­di­en die Aktiv­ität der Lym­phozyten, die inner­halb unseres Immun­sys­tems aktiv sind, erhöhen und somit das Immun­sys­tem steigern.

Jir­il­lo 1991

L-Carnitin — Mangel

 

Wie äußert sich der akute L-Carnitin-Mangel

Der Bedarf an L-Car­nitin liegt bei einem gesun­den Men­schen, abhängig von der kör­per­lichen und psy­chis­chen Belas­tung, zwis­chen 200 und 1200 Milligramm/Tag. Ein sich symp­to­ma­tisch man­i­festieren­der Man­gel kommt zumeist nur unter bes­timmten Bedin­gun­gen vor.

Es wird unter­schieden zwis­chen einem s.g. primären und einem sekundären L-Car­nitin-Man­gel:

    • unter der primären Form ver­ste­ht man eine vererbte bzw. ange­borene Störung
  • sekundär­er L-Car­nitin-Man­gel bezieht sich auf Ursachen, die erst im Laufe des Lebens aufge­treten sind, also nicht ange­boren sind. Diese man­i­festieren sich beispiel­sweise bei erhöhtem Bedarf und unzure­ichen­der Auf­nahme auf der anderen Seite

Grund­sät­zlich ist ein klin­isch man­i­fester, ernährungs­be­d­ingter L-Car­nit­in­man­gel unter nor­malen Leben­sum­stän­den sel­ten, beson­ders wenn man hin­re­ichend Fleisch zu sich nimmt.

Unter bes­timmten Umstän­den, z.B. bei Veg­e­tari­ern und Veg­an­ern, Dia­betik­ern, Dial­y­sep­a­tien­ten, Leis­tungss­portlern sowie während der Schwanger­schaft kann es den­noch zum L-Car­nitin-Man­gel kom­men.

Der akute L-Car­nitin-Man­gel kann vielfache For­men annehmen und ist über Blut­pa­ra­me­ter (Hk-Wert, Hb-Wert) nur teil­weise ersichtlich. Ein klin­is­ch­er L-Car­nitin-Man­gel ist sicher­lich alles andere als vorteil­haft, schränkt dieser u.a. die Fettver­w­er­tung ein und kann zur Fettsucht führen. Aus Nutztier­füt­terung ist bekan­nt, dass ein L-Car­nitin-Defiz­it bei jun­gen Tieren zu Wach­s­tums- und Entwick­lungsstörun­gen führt.

 

 

Zu den Mangelerscheinungen bei unzureichender L-Carnitin-Zufuhr zählen u.a. :

    • Gewicht­szu­nahme bis hin zur Ver­fet­tung auf­grund ein­er ver­stärk­ten Ein­lagerung von Triglyc­eri­den (Nahrungs­fet­ten)
    • Lipi­dose, ein­er Ver­fet­tung von inneren Orga­nen wie Herz, Leber und Muskeln
    • Herzkreis­laufer­krankun­gen (Angi­na Pec­toris)
    • Herzrhyth­musstörun­gen
    • erhöhter Cho­les­terin­spiegel
    • Leber­störung bis hin zur Leberzir­rhose
    • Schwächung des Immun­sys­tems
    • Anfäl­ligkeit zu Infek­ten
    • Aci­dose
    • Leis­tungsnach­lass
    • rasche Ermü­dung
    • vorzeit­ige Erschöp­fung
    • Unfrucht­barkeit auf­grund ein­er Deak­tivierung der männlichen Samen­zellen
    • Störung der Eiweißsyn­these
  • Ten­denz, auf Umwelt- und Stof­fwech­sel­gifte empfind­lich­er zu reagieren

 

 

Welche Ursachen können zum L-Carnitinmangel führen?

Ein L-Car­nitin-Man­gel kann auf­grund der fol­gen­den Gründe entste­hen:

    • vegetarische/vegane Ernährungsweise
    • gestörte kör­pereigene Syn­these (Pro­duk­tion)
    • erhöhter Bedarf auf­grund von Leis­tungss­port, Schwanger­schaft, Stress usw.
    • ver­stärk­te Nier­e­nauss­chei­dung
    • gestörte Dar­mauf­nahme
    • Kindes- , Jugen­dal­ter
    • fort­geschrittenes Leben­salter
  • Schwanger­schaft

L-Carnitin Anwendung

 

L-Carnitin — die Produktvielfalt

Zu Recht hat sich L-Car­nitin einen führen­den Platz unter den beliebtesten Nahrungsergänzungsmit­teln erkämpft. Es ver­wun­dert daher wenig, dass es L-Car­nitin mit­tler­weile in sehr man­nig­falti­gen Dar­re­ichungs­form gibt.

 

 

L-Carnitin wird im Handel angeboten als:

  • Kapseln
  • Brausetablet­ten
  • Lutschtablet­ten
  • Kautablet­ten
  • Tablets
  • Riegeln
  • Pro­bi­o­tis­che Getränke
  • Pul­ver
  • Trinkam­pullen
  • Sirup

 

 

L-Carnitin Anwendung und Einnahmeempfehlungen

L-Car­nitin kann bei Erwach­se­nen bis zu 5000mg am Tag ein­genom­men wer­den, bei Kindern gilt eine Empfehlung von 25 — 100mg pro kg Kör­pergewicht.

Da der men­schliche Kör­p­er erst ab dem 15 Leben­s­jahr über voll funk­tion­ierende L-Car­nitin­syn­these ver­fügt, müssen Säuglinge und Kinder L-Car­nitin in hin­re­ichen­der Menge über die Nahrung erhal­ten.

Des weit­eren weisen Veg­e­tari­er, Veg­an­er, Leis­tungss­portler, Schwan­gere sowie Stil­lende, Men­schen, die unter Eisen­man­gel lei­den, Frauen, die Pille nehmen und Men­schen, die unter Dauer­stress ste­hen häu­fig zu niedrige L-Car­nitin-Plas­maw­erte auf und sind daher auf zusät­zliche L-Car­nitinein­nahme angewiesen.

Hier emp­fiehlt sich eine tägliche Ein­nahme von bis 1000mg L-Car­nitin und evtl. mehr.

 

 

L-Carnitin Einnahme-Empfehlungen zur Vorbeugung von Erkrankungen

Präven­tiv reichen 500mg bis 1000mg L-Car­nitin am Tag für einen gesun­den, erwach­se­nen, regelmäßig fleis­chessenden Men­schen ohne beson­dere Indika­tio­nen.

 

 

L-Carnitin Einnahmempfehlungen zum Zwecke des Abnehmens

Die meis­ten erfol­gre­ichen Stu­di­en zur L-Car­nitin-Ein­nahme zum Zwecke der Gewicht­sre­duk­tion (siehe Menü “Stu­di­en”) bewe­gen sich bei etwa 3000mg L-Car­nitin am Tag, verteilt auf 3–4 Dosen .

Hier kann man wahlweise das L-Car­nitin zu den Mahlzeit­en oder aber nach Mahlzeit­en ein­nehmen.

 

 

L-Carnitin Einnahmeempfehlungen zur Leistungssteigerung beim Sport

    • Nehmen Sie 1000mg (oder mehr, z.B. 5000mg) verteilt über den Tag auf 3–4 Gaben
    • Nehmen Sie L-Car­nitin nicht mit Pro­tein­shakes ein, da dies die Auf­nah­me­fähigkeit stört. Lassen Sie hier mind. 1 Std. zwis­chen bei­den Nahrungsmit­teln verge­hen
    • Sie soll­ten L-Car­nitin 6 bis spätestens 2 Std. vor dem Train­ing oder Wet­tkampf ein­nehmen, erst dann wirkt L-Car­nitin opti­mal leis­tungssteigernd
  • Die regelmäßige Ein­nahme über länger­fristi­gen Zeitraum sichert größt­mögliche Erfolge

 

 

L-Carnitin Einnahmeempfehlungen bei Erkrankungen

Bei sämtlichen Erkrankun­gen emp­fiehlt es sich stets, einen erfahre­nen, ganzheitlichen (Naturheil-) Medi­zin­er zu kon­sul­tieren, der im Stande ist, indi­vidu­elle Medika­tion auf die jew­eilige Erkrankung zu erstellen.

In der Regel dürfte es bei Erkrankun­gen eine Dosis von 2–3 g verteilt auf 3–4 Gaben sein.

 

 

Zusammenfassung der L-Carnitineinnahme-Empfehlungen nach Prof. Billigmann und Dr. Siebrecht:

INDIKATIONL-Car­nitin-Dosis
Opti­male Ernährung (fleis­chhaltig), Nor­mal­gewicht, nor­male Belas­tung, gute Gesund­heit, keine Risiko­fak­toren (Stress, Rauchen, Alko­hol etc.), keine Erkrankun­gen (Dia­betes, Herzkreis­laufer­krankun­gen, hohes Cho­les­terin etc.)200–500mg / Tag
Veg­e­taris­mus, im Alter, zur Ver­hin­derung von L-Car­nitin-Man­gel, für gute Gesund­heit, zur Verbesserung des Immun­sys­tems500–1000mg/Tag
Bei beson­deren Belas­tun­gen wie Schwanger­schaft, Sport, Stress, Übergewicht, primäre Erkrankun­gen wie Herz­erkrankun­gen, Dia­betes, im Alter, bei gesund­heitlichen Prob­le­men mit Herz, Leber, Gehirn, Musku­latur, erhöhte Blut­fet­twerte etc.1000–3000mg/Tag
Bei extremen Aus­dauer­be­las­tun­gen (z.B.Triathlon), schw­eren Erkrankun­gen wie Sep­sis, Herz­in­farkt, AIDS, Alzheimer, Krebs, Chemother­a­pie, Epilep­sie, Tuberku­lose etc. Zur Unter­stützung der Ther­a­pie bei Erkrankun­gen, z.B. des Herzens3000–6000mg/Tag

Quelle: Prof. Dr. Peter Bil­lig­mann, Dr. Ste­fan Siebrecht “Phys­i­olo­gie des L-Car­nitins und seine Bedeu­tung für Sportler” 2004, S.148

Nebenwirkung von L-Carnitin

Führt L-Carnitin zu irgendwelchen Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen?

Falsch gedeutete Stu­di­en, wie die zum ver­meintlich gefährlichen Beta Carotin im Falle von Lun­genkrebs, führen zunehmend völ­loig unnötig zur Unsichertheit des Ver­brauch­er­sim Umgang mit natür­lichen Vit­a­mi­nen und Vital­stof­fen. Offiziell gilt L-Car­nitin bis zu ein­er Ein­nahme­do­sis von 1000mg rechtlich als “Nahrungsergänzungsmit­tel”.
Über 1000mg wird L-Car­nitin rechtlich als “Medika­ment” eingestuft.

Was bedeutet dies konkret, ist L-Car­nitin ab ein­er bes­timmten Ein­nah­memenge schädlich — führt es zu unver­hofften Neben­wirkun­gen?

Im Grunde bedeutet dies lediglich, dass das L-Car­nitin über 1000mg/Tag ther­a­peutisch wirk­sam sein kann, also bei Erkrankun­gen helfen kann. Hier ver­hält sich L-Car­nitin wie ein Medika­ment, allerd­ings ohne uner­wün­schte Neben­wirkun­gen, wie sie Medika­menten zueigen sind.

L-Car­nitin kann ger­ade zu Anfang beson­ders bei stark vor­be­lasteten Men­schen in höheren Dosen zur s.g. “Herx­heimer Reak­tion” führen.

Dies ist dann der Fall, wenn zu viele giftige Sub­stanzen auf ein­mal im Kör­p­er gelöst wer­den und dann über die Auss­chei­dung­sor­gane aus dem Kör­p­er her­aus trans­portiert wer­den, oder aber wenn schla­gar­tig Par­a­siten im Kör­p­er getötet wer­den und bei diesem Massen­ster­ben Gifte abson­dern. 
Dies kann vorüberge­hend zum Unwohl­sein und entzündlichen Prozessen führen. Es macht daher Sinn, im Zweifels­fall L-Car­nitin vor­sichtig einzuschle­ichen, wenn man vorhat, größere L-Car­nitin-Dosen zu ver­wen­den!

Desweit­eren sind in ganz sel­te­nen Fällen bei hoher Dosierung Durch­fall, Ein­schlaf­prob­leme, Kör­perzit­tern u.ä. beobachtet wor­den.

Let­zteres ist zumeist auf über­schüs­sige Energieliefer­an­ten zurück­zuführen, die Fettsäuren also, die mit Hil­fe von L-Car­nitin in die Mito­chon­drien hinein­trans­portiert, aber nicht durch kör­per­liche Aktiv­ität abge­baut wur­den. Sel­ten kommt es vorüberge­hend zu Übelkeit.

Hier emp­fiehlt es sich, viel stilles Wass­er zu trinken, um den Über­schuss an L-Car­nitin über den Urin raus zu spülen und im späteren Ver­lauf der Ein­nahme mit kleineren Teil-Por­tio­nen wieder anz­u­fan­gen.

 

 

Wann spricht man bei L-Carnitin von hohen Dosen?

Es ist ein Punkt, der als rel­a­tiv zu betra­cht­en. Es gibt Profis­portler, die im Train­ing und vor dem Wet­tkampf 10.000mg L-Car­nitin / Tag zu sich nehmen, ohne annäh­ernd Neben­wirkun­gen zu erfahren.

Zur Ori­en­tierung ist es evtl. inter­es­sant zu wis­sen, dass die amerikanis­che Lebens­mit­tel­be­hörde, FDA, 15.000mg L-Car­nitin pro Tag als sich­er ein­stuft. *9

Bei vor­liegen­den Erkrankun­gen sollte man vor der Ein­nahme ther­a­peutis­ch­er Men­gen an L-Car­nitin (>1.000mg/Tag) einen kundi­gen Arzt (Naturheilmedi­zin­er, kom­ple­men­tären Medi­zin­er z.B.) oder Heil­prak­tik­er zu Rate ziehen.

 

 

Sind irgendwelche Wechselwirkungen von L-Carnitin bekannt?

Bis­lang sind keine Wech­sel­wirkun­gen von L-Car­nitin mit irgendwelchen Medika­menten bekan­nt gewor­den — dies obwohl L-Car­nitin tagtäglich von Mil­lio­nen von Men­schen in aller Welt seit den 80er Jahren ein­genom­men wird.

 

 

Ist L-Carnitin auch während der Schwangerschaft sicher?

Wie wir im Menüpunkt “L-Car­nitin und Schwanger­schaft” aus­führlich lesen kon­nten, ist L-Car­nitin während ein­er Schwanger­schaft sog­ar angezeigt, um die Mut­ter vor einem L-Car­nit­in­man­gel zu bewahren und dem Kind einen wichti­gen Nährstoff u.a. für dessen Wach­s­tum zu verabre­ichen.

Da es sich bei L-Car­nitin um eine köpereigene Sub­stanz han­delt, sind Kom­p­lika­tio­nen während der Schwanger­schaft nicht zu erwarten.” (Arzneimit­tel­mono­gra­phie) *10

Wal­ter Lübeck, “L-Car­nitin — ein Fit­mach­er ganz beson­der­er Art” 2 Auflage 1999, S. 72

*10 Prof. Dr. Peter Bil­lig­mann, Dr. Ste­fan Siebrecht “Phys­i­olo­gie des L-Car­nitins und seine Bedeu­tung für Sportler” 2004, S.143


Acetyl-L-Carnitin 1000mg - 90 Kapseln | Vitalstoffe & Gesundheitsprodukte online kaufen | Fairvital

Kategorien

Robert Franz über CODEX HUMANUS

Unser Bestseller

Codex Humanus
Copyright © 2018 Verständliche Vermittlung von umfassendem, pharmaunabhängigem, maximal therapeutisch wirksamem und leicht umsetzbarem Wissen!